Bombenalarm an Bord der Niki-Maschine nach Wien: Missverständnis

Der Vorfall geschah an Bord einer Niki-Maschine
Der Vorfall geschah an Bord einer Niki-Maschine ©DAPD (Sujet)
Ein Missverständnis wird hinter dem Bombenalarm an Bord einer Maschine der Fluglinie Niki vermutet, der am Mittwochabend für Panik und Verspätungen am Flughafen Rom-Fiumicino gesorgt hat.
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Der slowenische Passagier, der den Bombenalarm in der zum Flug nach Wien-Schwechat bereitgestellten Maschine ausgelöst hat, soll angezeigt werden, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Scherz von Slowene hinter Bombenalarm?

Laut Medienberichten habe ein Passagier einen Slowenen mit einem Gerät in der Hand beobachtet. Nach Angaben eines Passagiers behauptete der verwirrt wirkende Slowene – vermutlich scherzend -, eine Fernsteuerung für eine Bombe zu besitzen.

Daraufhin hätten die Passagiere den Flugkapitän alarmiert, der den Tower informierte. Polizisten umringten das Flugzeug, das auf eine abgelegene Piste geführt wurde. Hier wurde der slowenische Passagier, der kaum Englisch sprach, identifiziert und festgenommen. Der Mann leistete keinen Widerstand. Er wurde von der Polizei lang befragt.

81 Passagiere der Niki-Maschine betroffen

Die 81 Passagiere verbrachten die Nacht in Hotels der italienischen Hauptstadt. Ein Dutzend von ihnen beschloss, auf die Reise zu verzichten. Wegen des Bombenalarms kam es zu erheblichen Problemen auf dem größten italienischen Flughafen. Sowohl Starts als auch Landungen wurden verschoben, drei ankommende Maschinen mussten zum Flughafen Rom-Ciampino umgeleitet werden.

Erst um 23.10 Uhr gaben die Flughafenbehörden Entwarnung. Der Gepäck des Mannes wurde kontrolliert. An Bord wurde keine Fernsteuerung gefunden. Die Lage auf dem Airport normalisierte sich danach.

Slowene angezeigt

Der slowenische Passagier, der am Mittwochabend einen Bombenalarm an Bord einer Maschine der Fluglinie Niki auf dem Flughafen Rom Fiumicino ausgelöst hat, ist von der italienischen Polizei angezeigt worden. Das berichteten italienische Medien.

Wegen falschen Bombenalarms drohen ihm laut dem italienischen Strafgesetzbuch sechs Monate Haft und eine Geldstrafe. Der 48-Jährige wird sich vor einem römischen Gericht verantworten müssen.

(apa/red)

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