Blutvergießen in Syrien geht weiter

Der Gewalt in Syrien sind am Samstag laut Regimegegnern mindestens 42 Zivilpersonen zum Opfer gefallen. 20 davon seien bei schwerem Beschuss der südlichen Stadt Daraa getötet worden, darunter neun Frauen und Kinder, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London. Auch aus der zentralsyrischen Stadt Homs meldeten die Aktivisten neue Angriffe und Gefechte.
Syrien: Annan warnt vor Eskalation


In der syrischen Hauptstadt Damaskus eskalierte die Gewalt, hier sollen mindestens vier Menschen ums Leben gekommen sein. Die ganze Nacht über waren nach Angaben von Bewohnern der Stadt Schüsse und Explosionen zu hören. Es sei die bisher schlimmste Auseinandersetzung in Damaskus seit Beginn des Aufstandes gegen das Regime von Präsident Assad vor 15 Monaten gewesen. Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in den Vierteln Kabun und Barseh hätten bis halb zwei Uhr morgens gedauert, sagte ein Bewohner und Aktivist.

In der Nacht begann auch der Beschuss von Daraa im Süden des Landes. Truppen des Regimes hätten überraschend das Viertel Mahata mit Mörsern beschossen, sagte ein Aktivist aus Daraa.

Russland hat für ein Ende des Blutvergießens in Syrien mit Nachdruck eine internationale Friedenskonferenz gefordert. Ziel müsse die Durchsetzung des Friedensplans des internationalen Syrien-Beauftragten Kofi Annan sein, sagte der russische Außenminister Lawrow am Samstag in Moskau. “Wir sehen keine Alternative zu dem Plan”, betonte er. Lawrow bekräftigte, dass Moskau einen Abgang von Präsident Assad nur dann unterstütze, wenn die syrische Bevölkerung das entscheiden sollte, und warf islamistischen Oppositionsgruppen vor, mit gezielten Provokationen westliche Führungen zu einem gewaltsamen Regimewechsel nach libyschem Muster zu drängen.

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