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Bludenzer nach Mordversuch an Taxilenker vor Schwurgericht

Feldkirch - Ein junger Mann aus Bludenz muss sich am Montag vor den Geschworenen des Landesgerichts Feldkirch wegen versuchten Mordes und versuchten schweren Raubes verantworten. Der 18-Jährige soll im Oktober 2010 versucht haben, einen Taxifahrer auszurauben und ihn mit einer Glasscherbe zu töten.

Als Vorbild für sein Vorhaben dienten dem Mann offenbar Gewaltfilme. Der Prozess unter Vorsitz von Richterin Angelika Prechtl-Marte beginnt um 9.00 Uhr.

Schwere psychische Störung

Zu dem brutalen Überfall auf den 50-jährigen Taxilenker kam es am 15. Oktober 2010 kurz vor 1.00 Uhr früh. Der junge Mann hatte laut seinen Aussagen gegenüber der Polizei geplant, den Fahrer zu überfallen, ihn zu töten und sein Fahrzeug zu stehlen. Das habe er im Film gesehen, so der Mann, dem ein Gutachter inzwischen eine schwere psychische Störung attestiert hat. Zuvor stahl er bei einem Marktstand eine Schraubzwinge, schlug damit die Auslage eines Geschäfts in Bludenz ein und nahm dort eine spitze Glasscherbe an sich. Damit plante er, dem Taxilenker in den Hals zu stechen.

Taxilenker aus Auto gelockt

Dann bestellte sich der Bursche ein Taxi und ließ sich in den Nachbarort Braz fahren. Unter dem Vorwand, er müsse noch Geld holen, lockte er den Taxifahrer aus dem Wagen und veranlasste ihn, vor ihm zu gehen. Dann schlug er dem Mann mit der Schraubzwinge auf den Kopf. Anders als offenbar gedacht wurde dieser jedoch nicht ohnmächtig, sondern begann, sich zu wehren. Der 18-Jährige attackierte den 50-Jährigen mit der Glasscherbe und verletzte ihn im Gesicht. Der Taxilenker konnte schließlich flüchten.

Rasche Festnahme

Hinweise seiner Kollegen führten noch in der Nacht zur Festnahme des Verdächtigen. Der bisher unbescholtene 18-Jährige zeigte sich geständig und sitzt seither in Untersuchungshaft. Laut Gutachten war er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, wird der Mann in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. (APA)

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