Bischof Fischer feiert 50-jähriges Priesterjubiläum

©VOL/Philipp Steurer
Feldkirch - Vorarlbergs Diözesanbischof Elmar Fischer feiert am Sonntag in St. Gebhard in Bregenz sein 50-jähriges Priesterjubiläum.

Gleichzeitig wird die Renovierung des Gotteshauses zelebriert, wo er am 29. Juni 1961 von seinem Vor-Vorgänger Bruno Wechner die Priesterweihe erhielt. Fischer wird am 6. Oktober 75 Jahre alt und muss nach Kirchenrecht bis dahin den Papst um Versetzung in den Ruhestand bitten

Bischof Fischer: “Entfaltungsauftrag zur Liebe”

“Wir Priester haben die Aufgabe, echtes Menschsein aufzubauen”, erklärte der Bischof in einer Aussendung der Diözese Feldkirch aus Anlass seines Jubiläums, “das größte Gebot in unserem Glauben ist der Entfaltungsauftrag zur Liebe, und zwar zur dreifaltigen Liebe.”

Lebenslauf von Bischof Fischer

Elmar Fischer wurde am 6. Oktober 1936 in Feldkirch geboren. Er besuchte von 1950 bis 1955 die Lehrerbildungsanstalt in Feldkirch, bevor er in Innsbruck Theologie studierte. 1969 erwarb er sein Theologisches Doktorat. Seine Seelsorgestationen führten ihn nach Lustenau und Sibratsgfäll im Bregenzerwald. Von 1970 bis 1982 war Fischer Rektor des diözesanen Studieninternats “Marianum” in Bregenz. Von 1979 bis 1990 leitete er das Ehe- und Familienzentrum der Diözese, 1989 wurde er Generalvikar. Als Bischof Klaus Küng von Feldkirch nach St. Pölten wechselte, wurde Fischer am 24. Mai 2005 zu dessen Nachfolger und drittem Bischof der jüngsten Diözese Österreichs ernannt.

Bischof Fischer immer wieder in der Kritik

Nach einem anfänglich guten Start litt sein Ansehen in den letzten Jahren jedoch mehrmals unter verschiedenen Anschuldigungen und “Fettnäpfchen”, in die der ausgebildete Psychotherapeut trat. Mit einer halbherzigen Entschuldigung im Frühjahr 2010 bei seinen angeblichen Gewaltopfern – der Bischof meinte wörtlich: “In meiner Erinnerung stellen sich die Dinge im Konkreten anders dar” – war die Affäre jedoch erledigt und die Öffentlichkeit zufrieden. Im Jahr zuvor war die Entrüstung groß, als der streng konservative Fischer Homosexualität für “heilbar” erklärt hatte. Als auch in Vorarlberg der Bau einer Moschee mit Minaretten diskutiert wurde, mutmaßte er, die Vorarlberger würden dies nicht ertragen. Freilich auch im Zusammenhang mit den zutage beförderten Missbrauchsfällen im Kloster Mehrerau musste Fischers Diözese in den beiden vergangenen Jahren jeweils einen Austrittsrekord von Gläubigen hinnehmen.

(APA/VOL)

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