Betriebsversammlung am AKH Wien

Das AKH kommt nicht zur Ruhe.
Das AKH kommt nicht zur Ruhe. ©AKH Wien
Die Budgetsituation an den Universitäten wurde am gestrigen Donnerstag auch am Wiener AKH besprochen - im Rahmen einer Betriebsversammlung der Ärzte. Sie warnen vor Einsparungen beim Personal. 
AKH-Ärzte tagen am Donnerstag

Das Hauptanliegen der Ärzte: Die geplante “Nichtnachbesetzung” von mindestens 40 bis 50 Stellen müsse rückgängig gemacht werden. Auch die Einsparung von 24 Nachtdienst-Ärzten schon mit 1. Jänner 2012 würde umgehend zu Nachteilen für die Patienten führen. Angeblich sei auch eine teilweise Schließung der Notaufnahme angedacht. 

Die Forderungen richten sich an den Bund. Dass die Stadt – die im AKH Wien in erster Linie das Pflegepersonal stellt – einspringt, gilt als eher ausgeschlossen. Der zuständige Krankenanstaltenverbund (KAV) kämpft ebenfalls mit knappem Budget. Geplante Sparmaßnahmen wurden kürzlich, nach Gesprächen mit der Personalvertretung, zurückgezogen. Nun wird mit der Gewerkschaft über modernisierte Betriebsabläufe verhandelt.

Ärzte des AKH Wien gehören zur Meduni 

Die Ärzte im AKH Wien sind der Meduni zugehörig und werden vom Wissenschaftsministerium bezahlt. „Wir werden Forderungen an die Bundesregierung stellen, damit das AKH voll funktionsfähig bleibt“, kündigte Szekeres an. In den vergangenen Wochen haben Ärzte der Meduni wiederholt öffentlichkeitswirksam auf die beabsichtigten Kürzungen aufmerksam gemacht – darunter auch in einem offenen Brief an Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP). Berichtet wurde in diesem von „gefährlichen Personalverdünnungen“.

Dass die Diskussion schon bald endet, davon ist nicht auszugehen. Für den kommenden Montag hat die Ärztekammer zu einer Pressekonferenz mit dem Titel “Steht das AKH Wien vor dem Kollaps? – Dramatische Personaleinsparungen und Reduktion der Nachtdiensträder angeordnet”, geladen.

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