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Berlusconi wegen Steuerbetrugs vor Gericht

Der italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi muss sich wegen des Vorwurfs der Steuervergehen im sogenannten Mediatrade-Verfahren in Rom vor Gericht verantworten. Dies beschloss ein Untersuchungsrichter in Rom. Ein Prozess wird auch gegen Berlusconis Sohn Piersilvio und weitere zehn Manager beginnen. Der Steuerbetrug sollte zehn Millionen Euro betragen, hieß es.
Berlusconis Sex-Prozess wird nicht gestoppt
Berlusconi-Anwälte fordern Freispruch

Vor Gericht müssen sich auch der US-Filmproduzent Frank Agrama, drei Manager von Mediaset und zwei Bürger Hongkongs verantworten. Mit Hilfe Agramas soll Berlusconis Gruppe Filmrechte zu überhöhten Preisen gekauft haben, um Schwarzgeld auf geheimen Bankkonten hinterlegen zu können, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Bei einem ähnlichen Vorverfahren in Mailand war Berlusconi von den Vorwürfen entlastet worden.

Weiterer Prozess um “Rubygate”

Gegen Berlusconi läuft bereits ein Prozess im Zusammenhang mit der Sexaffäre um die damals minderjährige Marokkanerin Karima El Marough, genannt Ruby. Die Mailänder Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, das Mädchen bei ausschweifenden Partys zwischen Februar und Mai 2010 für Sex bezahlt zu haben. Berlusconi soll zudem sein Amt missbraucht haben, um Rubys Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlsverdachts in Polizeigewahrsam war.

Der Regierungschef muss sich bereits wegen Bestechung seines ehemaligen britischen Anwalts David Mills in Mailand vor Gericht verantworten. Mit einem Urteil in diesem Verfahren ist in wenigen Tagen zu rechnen. Die Staatsanwälte hatten für den Ex-Premier fünf Jahre Haft gefordert.

 

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