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Bereits über 90.000 Personen auf das Coronavirus getestet

Es gibt deutlich mehr Testungen, als bislang ausgewiesen.
Es gibt deutlich mehr Testungen, als bislang ausgewiesen. ©APA/AFP/MIGUEL MEDINA
In Österreich wurden deutlich mehr Corona-Tests durchgeführt, als bislang vom Gesundheitsministerium ausgewiesen wurde. Den Grund dafür erklärte Minister Anschober.
Aktuelle Erkrankungen in Österreich
Stichprobentests zwecks Dunkelziffer

Deutlich mehr PCR-Tests als offiziell verlautbart sind in der Corona-Krise in Österreich durchgeführt worden. Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte, wurden bis Donnerstag 92.190 Testverfahren abgewickelt, mit denen sich das Coronavirus oder Anteile davon nachweisen lassen. Mit gestern, Mittwoch, waren knapp 56.000 Testungen ausgewiesen worden.

Über 40 Labors führen Testungen in Österreich durch

"Es gibt deutlich mehr Testungen, als in den Tagesmeldungen ersichtlich sind", sagte Anschober. Als Grund für die Differenz nannte Anschober, dass viele kleine Labors - österreichweit führen mittlerweile über 40 Einrichtungen PCR-Tests (der direkt nach dem Erbgut von SARS-CoV-2 sucht) durch - noch nicht mit der Schnittstelle verbunden sind, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist. Wie Anschober darlegte, reichen die Laborkapazitäten inzwischen aus, um täglich 20.000 solcher Tests durchzuführen. Die dafür benötigten Reagenzien sind allerdings der Haken an der Sache: weltweit gibt es bei diesen Kits einen Engpass. Laut Anschober sind hierzulande im Moment noch 42.000 vorhanden: "Das zeigt, es ist für die kommenden Tage ausreichend da." Danach werde man sich auf dem "extrem engen Markt" um Nachschub bemühen.

Mit über 92.000 PCR-Tests befinde man sich auf einem Niveau, auf dem auch die meisten deutschen Bundesländer liegen, sagte Anschober: "Das ist eine gute Zahl." Verstärkt sollen zeitnahe zusätzlich Schnelltests zur Bestimmung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 im Blut zum Einsatz kommen, mit denen sich das Gesundheitsministerium vor allem Aufschlüsse über die Dunkelziffer bezüglich Infektionen mit dem Coronavirus erhofft, über die bisher nur spekuliert werden kann. Auf die mögliche Dunkelziffer konkret angesprochen, meinte Bernhard Benka, Mitglied der Coronavirus-Taskforce im Gesundheitsministerium, gegenüber der APA, sie läge "sicher nicht" bei mehreren 10.000.

Bereits 158 Todesfälle gemeldet

Aktuell sind laut Anschober in Österreich 10.923 Infektionen mit dem Coronavirus behördlich bestätigt. 1.057 an Covid-19-Erkrankte befanden sich am Donnerstag in stationärer Behandlung, um 14 weniger als am Vortag. Die schweren Fälle, die intensivmedizinischer Betreuung bedürfen, nahmen binnen 24 Stunden um zwölf auf 227 zu. 158 Patienten sind bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben - um zwölf mehr als am Mittwoch verzeichnet wurden. 1.749 Personen galten inzwischen als wieder genesen - immerhin um fast 300 mehr als am Mittwoch.

Anschober bezeichnete die tägliche Zuwachsrate bei den Infektionen mit aktuell 5,66 Prozent als "gutes Signal". Der Anstieg habe sich "etwas abgedämpft", man sei aber "weit davon entfernt, dass wir unser Ziel erreicht haben". Statistisch gesehen würden sich die Infektionen alle acht Tage verdoppeln. "Wir müssen bei 14 Tagen ankommen, dann haben wir Stabilität", meinte der Gesundheitsminister. Die schweren Erkrankungen dürften nicht stark zunehmen, um das Spitalswesen nicht zu überlasten.

Testung größerer Personengruppen mittels Antikörper-Tests

Die Antikörper-Tests will Anschober flächendeckend zur Testung von größeren Personengruppen - etwa im Pflege-Bereich - einsetzen. Was die dringend benötigte Schutzausrüstung betrifft, die offenbar nicht allerorts im ausreichenden Ausmaß vorhanden ist, meinte Anschober, es würden "fast jeden Tag Großlieferungen" mit Handschuhen, FFP2- und FFP3-Masken, Schutzmänteln und anderen Utensilien eintreffen. Es gehe darum, die Reserven "schnell aufzufüllen", stellte Anschober fest. Grundsätzlich müsse man in Europa eine "eigene gemeinsame Strategie" entwickeln, damit in Krisenzeiten im EU-Raum genügend Schutzmaterial verfügbar ist.

Benka erläuterte bei der Pressekonferenz außerdem, dass im Gesundheitsministerium bis zu zehn Personen beim sogenannten "contact tracing" im Einsatz sind. Dabei werden auch Kontaktpersonen von Flügen und Kreuzfahrtschiffen zurückverfolgt und die Gesundheitsbehörden anderer Länder informiert. Bist zum Stichtag 31. März wurden so die Passagierlisten von 55 Flügen analysiert und 1.500 Kontaktpersonen weitergeleitet. Außerdem wurden 16.800 Personen an insgesamt 94 Staaten weitergeleitet, davon 13.300 an EU-Länder.

(APA/Red)

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