Bereits mehr als 250.000 Syrien-Flüchtlinge

Wegen des blutigen Konflikts in Syrien ist nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen mehr als eine Viertelmillion Menschen außer Landes geflohen. Letzte Zahlen zeigten, dass mehr als 253.000 Menschen Syrien verlassen hätten, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge am Dienstag in Genf. Allein in Jordanien wurden demnach gut 85.000 Flüchtlinge gezählt.


UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres will sich am Dienstag vor Ort in Jordanien ein Bild von der Lage machen. Er wird dabei von US-Schauspielerin Angelina Jolie begleitet, die UNHCR-Sonderbotschafterin ist. Jolie kam bereits in der Nacht in Jordanien an und besuchte unter dem Schutz jordanischer Soldaten Familien, die jüngst aus Syrien über die Grenze geflohen waren. Gemeinsam mit Guterres will Jolie das Flüchtlingslager Saatari besuchen. Später ist ein Treffen mit Jordaniens König Abdullah II. und Regierungsvertretern vorgesehen.

Die Grausamkeit an den verschiedenen Fronten in Syrien nimmt mit jedem Monat weiter zu. In Kreisen der Exil-Opposition sorgte am Mittwoch ein Video für Entsetzen, in dem getötete Soldaten zu sehen sind. Das Video, das von der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter veröffentlicht wurde, soll am vergangenen Samstag in der Provinz Aleppo aufgenommen worden sein. Es zeigt mehrere bewaffnete Männer, die einer Brigade der Revolutionstruppen angehören sollen. Vor ihnen liegen an einer Bordsteinkante etwa 20 Leichen von Männern, die offensichtlich aus nächster Nähe erschossen wurden. Ihre Hände sind gefesselt.

Andere Aktivisten verbreiteten unterdessen Videoaufnahmen, die ihren Angaben nach zeigen, wie Zivilisten auf der Straße mehrere am Boden liegende Männer in Zivil misshandeln und töten. Eine Gruppe von Soldaten, die daneben steht, unternimmt nichts, um sie daran zu hindern. Wann und wo die Aufnahme gemacht wurde, ließ sich nicht zweifelsfrei klären.

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