Belgien: Vorstoß für Streichung christlicher Feiertage

Eine drastische Reduzierung bei den christlichen Feiertagen in Belgien hat die "Arbeitsgruppe für Interkulturalität" der belgischen Regierung vorgeschlagen. Die derzeit zehn Feiertage sollten auf fünf verringert werden, schlug die Arbeitsgruppe vor, wie belgische Medien am Dienstag berichten. Danach sollten künftig nur noch Neujahr, der 1. Mai, der Nationalfeiertag am 21. Juli, der Waffenstillstandstag am 11. November und Weihnachten (25. Dezember) arbeitsfrei sein, meldet Kathpress.

Gestrichen werden sollten der Ostermontag, der Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen. Die Arbeitsgruppe schlägt vor, je nach Konfession sollten die Arbeitnehmer an zwei zusätzlichen Tagen arbeitsfrei erhalten. Neu hinzugefügt werden könnten auch der Internationale Frauentag am 8. März, der 21. März als Internationaler Tag gegen den Rassismus und der 21. Mai als Welttag der kulturellen Vielfalt.

Zu den Vorschlägen der Arbeitsgruppe gehört auch, das Tragen religiöser Symbole wie des islamischen Kopftuchs in der Schule für die höheren Jahrgangsstufen zuzulassen. Lehrkräften solle das Tragen religiöser Symbole aber untersagt sein.

Die belgische Ministerin für Chancengleichheit, Joelle Milquet von den Liberal-Christdemokraten der Wallonie, kündigte an, sie wolle den Kampf gegen Diskriminierungen verstärken. Die kulturelle Vielfalt sei in der Erbmasse Belgiens verankert, sagte sie nach Angaben der Tageszeitung “Le Soir”.

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