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Beim Giro d`Italia drohen viele Ausschlüsse

Ivan Basso gerät immer mehr unter Druck. Das Italienische Olympische Comite will Basso und mehr als 50 weiteren Profis, die im Vorjahr in den Sog der spanischen Anti-Doping-Untersuchung geraten sind, die Teilnahme am Giro verbieten.

Das Italienische Olympische Comite (CONI) will Druck auf die Giro-Organisatoren ausüben, um sie zum Ausschluss der Profis zu bewegen, berichteten italienische Medien am Donnerstag. Die Giro-Organisatoren zittern. Der Ausschluss Bassos sowie weiterer Stars könnte negative Auswirkungen auf die Veranstaltung haben. Die Organisatoren befürchten eine Sponsorenflucht sowie geringeres Interesse von Medien und Zuschauern. “Natürlich haben Transparenz und Glaubwürdigkeit Vorrang. Wir werden die Lage genau überprüfen, bevor wir einen Beschluss fassen”, sagte Angelo Zomegnan, Manager des Gazzetta-Herausgeber RCS, der den Giro organisiert.

Bassos Rechtsanwalt, Massimo Martelli, arbeitet an der Verteidigung seines Mandanten, der am kommenden Mittwoch vom Anti-Doping-Anklägers des CONI, Ettore Torre, vernommen werden soll. Der Staatsanwalt will von Basso die Genehmigung erhalten, die Blutbeutel aus Spanien mit seiner DNA zu vergleichen.

Torre handle in enger Verbindung mit den spanischen Behörden, berichtete die “Gazzetta dello Sport”. Basso hatte sich kürzlich bereit erklärt, bei Bedarf eine DNA-Probe abzugeben. Er bestreitet vehement, dem im Mittelpunkt des Skandals stehenden spanischen Arzt Eufemiano Fuentes nach seinem Giro-Sieg 2006 SMS geschickt zu haben.

Dem Radprofi, der von seinem Team Discovery Channel auf Grund der Neuaufnahme des Verfahrens durch das CONI vorübergehend suspendiert worden ist, droht nun eine Anzeige auch wegen Verletzung des strengen italienischen Anti-Doping-Gesetzes. Ein italienischer Unterstaatssekretär forderte, dass gegen Basso auch Ermittlungen von Seiten der italienischen Justiz wegen Verstoß gegen die Anti-Doping-Vorschriften eingeleitet werden.

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