Beach-Volleyball Grand Slam: Doppler/ Horst mit gelungenem Comeback

v.l. Alexander Horst (AUT), Clemens Doppler (AUT) am Donnerstag nach ihrem Sieg
v.l. Alexander Horst (AUT), Clemens Doppler (AUT) am Donnerstag nach ihrem Sieg ©APA/EXPA/GERT STEINTHALER
Als einziges österreichisches Herrenteam sind Clemens Doppler und Alexander Horst erfolgreich in das Beach-Volleyball-Heimturnier am Wörthersee gestartet. Die Routiniers gewannen am Donnerstag gegen die Polen Bartosz Losiak/Piotr Kantor souverän mit 2:0 (18,17).
Emotionale Rückkehr
Hoffnung ruht auf Herren

Tobias Winter/Lorenz Petutschnig und Alexander Huber/Robin Seidl kassierten hingegen Auftaktniederlagen.

Clemens Doppler/Alexander Horst ist ein Einstand nach Maß in das Heimturnier in Klagenfurt gelungen. Die EM-Dritten feierten am Donnerstag zwei Siege ohne Satzverlust und stehen damit vorzeitig in der K.o.-Phase der Grand-Slam-Veranstaltung. Um den Aufstieg bangen müssen hingegen Lorenz Petutschnig/Tobias Winter, die zweimal verloren.

Wetter durchwachsen

Wie die Leistungen der Österreicher war auch das Wetter ein durchwachsener Mix. Auf anfänglichen Regen folgten Auflockerungen und gegen Abend teils wieder heftige Niederschläge. Dennoch fanden schon am zweiten Turniertag Tausende Fans den Weg ins Stadion am Ufer des Wörthersees.

Comeback-Erfolg für Doppler

Ex-Europameister Doppler feierte vor prächtiger Kulisse zunächst gegen die Polen Bartosz Losiak/Piotr Kantor mit 2:0 (18,17) ein erfolgreiches Klagenfurt-Comeback nach seinem Kreuzbandriss bei der Heim-EM am 1. August des Vorjahres. “Ich bin vor allem froh, dass ich 365 Tage später gesund wieder hier stehe. Es war schon sehr emotional, ich habe jeden Ball genossen”, betonte der Oberösterreicher. Auch Horst war erleichtert: “Dieser Sieg ist für den weiteren Turnierverlauf sehr wichtig.”

Weitere Ergebnisse der Herren

Im zweiten Match ließen sie gegen die heuer schon mehrfach im Achtelfinale gestandenen Kanadier Chaim Schalk/Ben Saxton mit einem weiteren 2:0 (19,15) eine ebenso gute Leistung folgen. Dadurch ist ihnen der Einzug in die K.o.-Phase sicher. “Mir fehlen die Worte, zwei Spiele, keinen Satz verloren. Wir spielen mit viel Power und ohne Handbremse”, betonte der 33-jährige Doppler, der vor einem Jahr seinen bereits dritten Kreuzbandriss erlitten hatte.Der 31-jährige Horst entschied den ersten Satz gegen die Kanadier mit einem Ass. Danach gab es nach einem Wolkenbruch (Doppler: “Das Wetter kann man nicht ganz ausblenden”) wegen der schlechten Platzverhältnisse eine zehnminütige Zwangspause zur Neupräparierung des Sandes.

Österreicher gaben Ton an

Danach waren die Österreicher deutlich tonangebend und fixierten den Matchgewinn in souveräner Manier. Die Routiniers gehen als Gruppenführende in das Freitagspiel gegen den mehrfachen Klagenfurt-Sieger Ricardo und Alvaro Filho (BRA). Gewinnen sie auch dieses Match, erreichen sie direkt das Achtelfinale.

Tobias Winter/Lorenz Petutschnig stehen hingegen mit dem Rücken zur Wand. Sie verloren gegen Jon Stiekema/Christiaan Varenhorst (NED) und Alison/Bruno (BRA) jeweils glatt in zwei Durchgängen. Die U23-WM-Bronzemedaillengewinner müssen ihr letztes Gruppenspiel gegen die Brasilianer Vitor Felipe/Evandro unbedingt gewinnen, um im Turnier zu bleiben. Im Anschluss bestritten noch die im ersten Match ebenfalls unterlegenen Alexander Huber/Robin Seidl ihre zweite Partie.

Huber/Seidl besiegten Kasachen

Die Lokalmatadore Alexander Huber/Robin Seidl bilanzieren nach dem ersten Tag beim Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt ausgeglichen und haben damit noch alle Chancen. Nach einer Niederlage ohne Satzgewinn gegen die Deutschen Markus Böckermann/Mischa Urbatzka besiegten sie die Kasachen Alexej Sidorenko/Alexander Djatschenko 2:0 (15,21).

“Jetzt haben wir uns am Centre Court eingelebt”, bekräftigte Seidl nach der gezeigten Steigerung im zweiten Match. Zum Abschluss der Gruppenphase bekommen es die Kärntner am Freitag aber mit einem harten Brocken zu tun. Die Kärntner treffen auf die Europameister Paolo Nicolai/Daniele Lupo. “Wieder so gut blocken und wieder gewinnen”, lautet Seidls einfaches Rezept gegen die Italiener.

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(apa/red)

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