Baustellen am Wiener Ring, der Favoritenstraße und der Westausfahrt stehen an

Autofahrer müssen sich in Wien wegen Baustellen auf Staus einstellen.
Autofahrer müssen sich in Wien wegen Baustellen auf Staus einstellen. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Im Frühjahr und Sommer sind in Wien einige Baustellen geplant. Damit steigt die Staugefahr in der Bundeshauptstadt. Es stehen längere Arbeiten am Ring, in der Favoritenstraße, der Währinger Straße und der Westausfahrt an.
Westausfahrt: VIENNA.at fragt nach

Grundsätzlich kommen in der heurigen Saison nur bestimmte Stadtteile für groß angelegte Arbeiten infrage. Denn aufgrund der mit 1. Juli beginnenden EU-Ratspräsidentschaft müssten das Stadtzentrum sowie wichtige Korridore zwischen Flughafen und Stadt bzw. zwischen Zentrum und Austria Center Vienna, wo zahlreiche Meetings stattfinden werden, frei von Behinderungen bleiben, wie Lenz ausführte: “Das heißt aber nicht, dass es weniger Baustellen gibt. Sie werden nur anders koordiniert”, so Baustellenkoordinator Peter Lenz.

Ringsanierung erfolgt im Sommer

Deshalb wurde die Ringsanierung – “eigentlich ein Klassiker im Sommer” – schon auf das Frühjahr vorgezogen. Ein Teil wurde schon zu Ostern erledigt. Die nächste Etappe steht rund um Pfingsten an, wie Thomas Keller, Leiter der MA 28 (Straßenbau), erläuterte. Die Vorarbeiten dafür laufen schon, ab 9. Mai wird dann der Abschnitt zwischen Babenbergerstraße und Stadiongasse für zwei Wochen komplett gesperrt. Umgeleitet wird über die sogenannte Zweierlinie. Ab 22. Mai bis Mitte Juni ist der Ringabschnitt dann wieder befahrbar, allerdings kommt es zu Fahrstreifenreduktionen.

Baustelle in der Favoritenstraße

Schon fleißig gewerkt wird indes am derzeit größten Projekt auf der Favoritenstraße. Dank der U1-Verlängerung nach Oberlaa sind die Straßenbahngleise obsolet geworden, sie werden entfernt. Dadurch bleibt mehr Platz für die restlichen Verkehrsteilnehmer. Die Stadt baut bis Mitte Dezember breitere Gehsteige, Radwege und Grünstreifen. Auf der inneren Favoritenstraße – also zwischen Verteilerkreis und Reumannplatz – kommt es teils zu einer Einbahnführung, der Bereich zwischen Inzersdorfer Straße und Alpengasse bleibt mit Ausnahme des Busverkehrs für Autos gesperrt. Die äußere Favoritenstraße bis Bahnlände wird ab 7. Mai bis Ende der Sommerferien von der Alaudagasse stadtauswärts ebenfalls als Einbahn geführt.

Auf der Währinger Straße werden Wasserrohre getauscht

Eng wird es auf der äußeren Währinger Straße, wo u.a. Wasserrohre getauscht und Teile der Straße fußgängerfreundlicher umgestaltet werden. Hier kann man ab 22. Mai bis Ende August ab dem Gürtel bis zum Aumannplatz nur stadtauswärts fahren. Stadteinwärts wird der Verkehr – ebenfalls als Einbahn – über die parallel verlaufende Gentzgasse umgeleitet. Öffi-Fahrer sind ebenfalls betroffen. Denn die Straßenbahnlinie 40 wird zwischen 22. Mai und 12. August im betreffenden Abschnitt über die Kreuzgasse geführt und ersetzt somit auch die Linie 42. Der 41er wiederum fährt stadtauswärts wie gewohnt, stadteinwärts wird eine Ersatzbuslinie E41 eingerichtet.

Bauarbeiten rund um den Hauptbahnhof

Noch keine Details gibt es zu weiteren Großvorhaben, die dann ab dem Sommer virulent werden. Darüber will die Stadt dann im Vorfeld noch extra informieren. Dazu zählt etwa die Sanierung der Westausfahrt, also der Hadikgasse zwischen Schlossallee und Kennedybrücke. Außerdem wird wieder ein Teil des Äußeren Gürtels im Bereich Märzstraße auf Vordermann gebracht.

Fortgesetzt werden die Arbeiten am Verkehrsnetz rund um den Hauptbahnhof, was u.a. im August zu einer Sperre der Gudrunstraße zwischen Absberggasse und Gräßlplatz führen wird. Am Matzleinsdorfer Platz wird es ebenso zu geänderten Verkehrsführungen kommen, da hier die Vorarbeiten für das U-Bahn-Linienkreuz U2/U5 fortgesetzt werden.

Insgesamt fallen pro Jahr rund 13.500 Baustellen in Wien an, wobei hier “vom kleinsten Sandhaufen bis zum größten Projekt” alles inkludiert ist. Nur ein geringer Teil hat also Auswirkungen auf den Verkehr. Das jährliche Budget für sämtliche Arbeiten beläuft sich laut Keller stets zwischen 120 und 150 Mio. Euro.

APA/Red.

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