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Bartenstein erteilte Öko-Staubsauger „Arbeitsverbot“

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Gift-Check: Greenpeace-Aktion nur bei Umweltminister Pröll, der selbst Hand anlegte - Staub mit unzähligen Giften belastet, die mit der Atemluft aufgenommen werden.

Startschuss zu einer Österreich-weiten Gift-Untersuchung im Staub durch Greenpeace – allerdings mit Hindernissen: Ein Team der Umweltorganisation war am Freitag mit dem Staubsauger im Amtsgebäude am Stubenring 1 in der Wiener City unterwegs – während Umweltminister Josef Pröll (V) nicht nur Staubproben in den Amtsräumen seines Ressorts „ziehen“ ließ, sondern sogar selbst Hand anlegte, erteilte der benachbarte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) – er hatte vor einigen Jahren einmal die Funktion des Umweltministers bekleidet – dem Öko-Staubsauger „Arbeitsverbot“.

“Wollen Staub aufwirbeln”
Die Umweltorganisation will mit dem Event auf die Chemiebelastung von Innenräumen aufmerksam machen. Zahlreiche internationale Studien würden zeigen, dass Hausstaub stark mit Schadstoffen belastet sein könne, hieß es in einer Aussendung. „Mit der heutigen Aktion wollen wir Staub aufwirbeln, damit sich Minister Bartenstein am Montag in Brüssel für eine nachhaltige Entgiftung, also für EU-weite Verbote von besonders gefährlichen Chemikalien einsetzt“, erklärte Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster.

Greenpeace lädt alle österreichischen öffentlichen Institutionen, aber auch Privathaushalte ein, sich an einem breit angelegten Hausstaubtest-Projekt zu beteiligen. Die Umweltorganisation will den Dreck auf folgende Risiko-Chemikalien untersuchen lassen: Pestizide, PAKs (polyzyklische Kohlenwasserstoffe), PCBs (Polychlorierte Biphenyle), bromierte Flammschutzmittel, Weichmacher (Phthalate) und künstliche Moschus-Duftstoffe.

Viele Schadstoffe im Staub
„Schadstoffe im Staub sind deswegen so problematisch, weil wir den Staub direkt einatmen“, erklärt Schuster. „Zahlreiche Schadstoffe finden sich im Staub, weil sie aus den verschiedensten Produkten ausdünsten – etwa Weichmacher aus PVC-Bodenbelägen oder Flammschutzmittel aus Elektrogeräten und Computerteilen.“

Am Montag debattiert der EU-Wettbewerbsrat in Brüssel die neue EU-Chemikalienrichtlinie „REACH“. Greenpeace fordert von Bartenstein einen konsequenten Einsatz für das so genannte „Substitutionsprinzip“: Bedenkliche Chemikalien sollen demnach in Zukunft automatisch verschwinden, wenn getestete, sicherere Chemikalien verfügbar sind.

Redaktion: Claus Kramsl

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