Barroso lobt Österreichs Lehrlingsmodell

Österreich könne als "Best-Practice"-Modell für andere Länder gelten. Das hat EU-Kommissionspräsident Barroso am ersten Tag seines Österreich-Aufenthaltes am Montag erklärt, nachdem er gemeinsam mit Bundeskanzler Faymann und Sozialminister Hundstorfer (beide SPÖ) einen Einblick in den Arbeitsalltag der "Jugend am Werk"-Lehrwerkstätte in Wien-Brigittenau erhalten hatte.
Barroso besichtigt Lehrwerkstätte

In Ländern, wo es kein Lehrlingssystem gebe, sei die Jugendarbeitslosigkeit höher, deshalb solle es mehr Initiativen geben, um das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt auszugleichen, sagte Barroso. Für schlimmer betroffene Länder werde die EU aber Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds umlenken und für Projekte wie Arbeitsplätze für junge Leute oder Lehrstellen zur Verfügung stellen. Faymann sagte, es sei eine Frage der Menschenwürde, dass “junge Menschen nicht auf der Straße landen”.

Soziale Marktwirtschaft in Europa

Prinzipiell müsse Europa gemeinsam die finanzielle Stabilität kultivieren, erklärte Barroso: “Ohne Wachstum gibt es kein Vertrauen. Wir müssen aber auch konkurrenzfähiger werden. Es gibt weltweit dramatische Änderungen, wir müssen aber immer daran denken, die soziale Marktwirtschaft fortzusetzen.”

APA

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