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Barcelona ist Favorit wider Willen

Für die Champions-League-Finalisten Barcelona und Arsenal ist mit dem Einzug ins Endspiel (Mitwoch, 20:45 h, Stade de France) eine lange Durststrecke auf europäischer Fußball-Ebene zu Ende gegangen. | Ronaldhino - Henry

Beide Traditionsvereine waren in den vergangenen Jahren weit unter den Möglichkeiten ihre millionenschweren Kader geblieben, nun wird für einen der beiden Klubs die große Stunde schlagen. Barcelona hat bisher nur einmal, 1992 im Meister-Cup, dem Vorläufer der Champions League, zugeschlagen. Damals führte Johan Cruyff die Katalanen zum Titel, und auch diesmal steht in Frank Rijkaard ein Holländer an der Seitenlinie. Den bisher letzten Europacup-Triumph holte Barca 1997 im Cupsieger-Bewerb durch ein 1:0 gegen Paris St. Germain. Arsenal war drei Jahre zuvor im gleichen Bewerb erfolgreich gewesen, in der Champions League standen den Londonern aber bisher nur zwei Viertelfinali zu Buche. Im direkten Vergleich hält Barcelona vor dem finalen Showdown in St. Denis die Oberhand.

“Das ist ein Spiel, das sehr aufregend sein sollte, weil beide Seiten über Spieler verfügen, die Unerwartetes produzieren können”, blickte Arsenal-Coach Arsene Wenger mit Vorfreude aufs Finale. Im Mittelpunkt steht dabei das Duell der beiden Stars Ronaldinho und Thierry Henry. Während der Franzose bei den Gunners den Torjäger und Vorbereiter in Personalunion gibt, weiß Barcelona in Samuel Eto’o einen weiteren Top-Scorer in seinen Reihen. Dennis Bergkamp beendet nach elf Gunners-Jahren seine aktive Laufbahn.

Henry ist mit fünf Treffern der erfolgreichste Arsenal-Torschütze dieser Champions-League-Saison. Hauptverantwortlich am Einzug ins Finale war wohl aber die Abwehr, die nur zwei Gegentreffer zuließ und seit zehn Spielen kein Tor mehr hinnehmen musste. Und das obwohl Jens Lehmann in den meisten Partien sehr junge Verteidiger vor sich hatte.

Ihre geballte Offensivstärke weist jedoch den Katalanen die Favoritenrolle zu – so sehen es zumindest Experten und Wettbüros, die Arsenal gar als krassen Außenseiter führen. Barcelonas Trainer Frank Rijkaard sieht das anders. “Das ist ein einziges Spiel, bei dem eine Menge Faktoren Einfluss nehmen können, wie die Anspannung, die Nerven, das System und die Taktik. Es kann alles passieren, deshalb wehre ich mich vehement dagegen, dass man von einem Favoriten spricht”, meinte der Niederländer. Die Katalanen bangen noch um den Einsatz ihres Jungstars Lionel Messi, der aber durch Henrik Larsson bzw. Ludovic Guly bestens ersetzt werden kann.

FC Barcelona – FC Arsenal
Stade de France in St. Denis, Mittwoch, 20:45 Uhr, SR Hauge
FC Barcelona: Valdez – Oleguer/Beletti, Marquez, Puyol, Van Bronckhorst – Deco, Edmilson, Van Bommel – Guily, Eto’o, Ronaldinho
FC Arsenal: Lehmann – Eboue, Toure, Campbell, Cole – Hleb, Fabregas, Gilberto Silva, Pires, Reyes – Henry

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