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Bankräuber auf Parkbank verhaftet

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Zwei Mal gelang es einem spielsüchtigen Wiener, sich mit einem Banküberfall zu „entschulden“.

Aller guten Dinge sind aber nicht immer drei, denn am 4. August 2006 verständigten Passanten die Polizei, weil ihnen der Mann, der im Regen mit einer Schnapsflache auf einem Bankerl vor einer Bank Austria-Filiale in Hietzing saß, seltsam vorkam. Als eine Funkstreife eintraf, fanden die Polizisten bei dem alkoholisierten Mann eine täuschend echt aussehende Softgun, Lederhandschuhe, dunkle Sonnenbrillen und eine Baseballkappe.

Offenbar war er im Begriff gewesen, sich Mut für einen weiteren Überfall auf die Filiale anzutrinken, die er bereits zwei Mal mit beachtlichem Erfolg „beehrt“ hatte. Vor einem Schöffensenat (Vorsitz:
Daniela Setz) legte der 43-Jährige am Dienstag ein umfassendes Geständnis ab. „In Folge der Spielsucht hatte ich immense Schulden. Das Auto war in der Pfandleihe. Ohne Auto wär’s bei meiner Arbeit aber nicht gegangen“, stellte der Maler und Tapezierer fest.

Zum ersten Coup am 2. Februar 2006 war er extra aus Melk angereist, wo er beruflich zu tun hatte. „Sobald ich drinnen war, ist das abg’rennt wie im Film“, gab er zu Protokoll. Mit einer Beute von 24.000 Euro konnte er unerkannt flüchten. Das Geld war rasch verbraucht bzw. verspielt, so dass sich der dreifache Familienvater am 11. April neuerlich mit seiner Softgun vor der Kassierin „aufpflanzte“. Diesmal wechselten knapp 40.000 Euro den Besitzer.

Neuerlich gelang ihm die Flucht. Der Mann tilgte die Schulden und ging weiter seiner Spielleidenschaft nach. Möglich, dass seine Festnahme eine unerwartete Glückssträhne verhindert hat: Am Vorabend hatte er in einer Spielhalle in Meidling über 6.000 Euro gewonnen – offenbar zu wenig, um den geplanten Bankraub Nummer drei „abzublasen“.

Das Gericht verhängte über den bisher unbescholtenen Wiener dreieinhalb Jahre Haft. Das Urteil ist rechtskräftig.

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