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Baby lag zwei Tage neben toten Eltern

Symbolfoto |&copy APA
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Zu einem dramatischen Zwischenfall ist es am 30. Oktober in Penzing gekommen: Ein zehn Monate altes Mädchen soll längere Zeit neben den Leichen seiner 19-jährigen Mutter und ihres Lebensgefährten gelebt haben, berichtet die Wiener Gratiszeitung „Heute“.

Das Pärchen dürfte nach Angaben der Polizei an einer Überdosis gestorben sein. Nach ein oder zwei Tagen, so Mag. Josef Koppensteiner von der kriminalpolizeilichen Abteilung, wurde das Baby vom Bruder des toten Mannes gefunden. Der 30-jährige verständigte die Polizei, das Kind wurde zunächst ins Wilhelminenspital gebracht. Derzeit befindet es sich bei „Krisen-Pflegeeltern“, so lange bis über eine Adoption entschieden ist.

Auch wenn das Baby das Geschehene nicht in seiner ganzen Tragweite erfassen kann, hat es dennoch erhebliche Auswirkungen auf die Psyche des Kindes, betonte der Wiener Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich im Gespräch mit der APA. Mit zehn Monaten ist ein Kind auf emotionale Nähe, Wärme, Liebe, Fürsorge und Zärtlichkeit angewiesen, die für den Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein im Erwachsenenalter zuständig sind. Durch das Gefühl des „Verlassen-Seins“ sei hier sicherlich nun ein Manko vorhanden, das in nächster Zeit unbedingt ausgeglichen werden muss.

Ein bleibender Schock ist außerdem zu befürchten, da sich das Kind in einem Alter befindet, in dem es lernt, zwischen bekannten bzw. vertrauten Personen und fremden bzw. beängstigenden Menschen zu unterscheiden. In dieser Phase sind Bezugspersonen besonders wichtig. Daher ist es notwendig, dass das Mädchen sobald wie möglich wieder fixe „Ersatzeltern“ erhält und ein erneutes dramatisches Trennungserlebnis vermieden wird, so Friedrich.

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