Austria Wien verabschiedet sich mit Sieg über Zenit St. Petersburg aus der Champions League

Austria Wien siegte im letzten Champions League-Spiel mit 3:1 über Zenit St. Petersburg.
Austria Wien siegte im letzten Champions League-Spiel mit 3:1 über Zenit St. Petersburg. ©APA/Herbert Neubauer
Austria Wien schaffte zwar den Aufstieg in der Champions League nicht, verabschiedete sich jedoch mit einem 4:1-Sieg über Zenit St. Petersburg aus dem Bewerb. Philipp Hosiner und Tomas Jun erzielten die Tore für die Veilchen im Wiener Ernst Happel-Stadion.
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Die Violetten sorgten damit für den ersten Sieg eines ÖFB-Clubs in der Königsklasse seit 20. Februar 2001. Damals hatte Sturm Graz in Athen gegen Panathinaikos 2:1 gewonnen. Die Tore von Tomas Jun Philipp Hosiner und Roman Kienast bescherte der Austria auch eine Million Euro Siegprämie. Hosiner hatte vor 37.500 Zuschauern im Happel-Stadion kurz vor der Pause (44.) bereits die Führung der Russen durch Alexander Kerschakow (35.) egalisiert. Im Finish traf dann auch noch der eingewechselte Roman Kienast (93.).Zenit schaffte trotz der Niederlage nach Atletico Madrid den Sprung ins Achtelfinale.

Austria Wien mit veränderter Aufstellung

Bei der Austria hatte Trainer Nenad Bjelica mit Blick auf den Liga-Schlager in Salzburg am Sonntag wie angekündigt Veränderungen vorgenommen. Marko Stankovic, Tomas Jun, Emir Dilaver und Kaja Rogulj kamen nach dem 2:2 gegen die Admira neu in die Start-Elf, auf der Bank saß auch bis zu seiner Einwechslung im Finish Porto-Torschütze Kienast.

Nach fünf Minuten zeigte dann auch die Austria erstmals auf. Ein Doppelpass zwischen Hosiner und Jun eröffnete dem Bundesliga-Torschützenkönig eine Möglichkeit, sein Versuch aus aussichtsreicher Position fiel aber zu zentral aus. Dann war jedoch wieder Russlands Vizemeister am Drücker. Zenit erarbeitete sich deutlich mehr Ballbesitz, die Gegenstöße der Wiener wurden weniger.

Verlassen konnte sich die Austria aber wiederholt auf Torhüter Heinz Lindner, der in der 20. Minute im Großeinsatz war. Zunächst parierte der 23-Jährige einen Schuss von Hulk, Sekunden später bewies er auch gegen jenen von Domenico Criscito sein Können. Zwei Minuten später tauchte Cristian Ansaldi allein vor Lindner auf, dieser machte sich aber erfolgreich breit.

Kurze Spielunterbrechung nach Ausschreitungen

Nach einer halben Stunde stand jedoch nicht mehr das Spielfeld, sondern das Geschehen abseits im Zentrum. Ein Teil der mitgereisten Zenit St. Petersburg-Fans feuerten aus dem 3. Rang zahlreiche Knallkörper in Richtung anderer Zuschauer. Auseinandersetzungen zwischen Zenit-Fans und dem Ordnerdienst bzw. der Polizei waren die Folge. Der mazedonische Schiedsrichter Aleksandar Stavrev unterbrach das Match daraufhin nach rund einer halben Stunde für einige Minuten.

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Auf dem Rasen münzte Zenit das Chancenplus schließlich erfolgreich um. Nach Steilpass von Hulk ließ Kerschakow Austria-Kapitän Manuel Ortlechner stehen und schloss überlegt ab.

Ausgleich noch vor der Pause

Die Violetten wankten, ein Fehler der nicht sattelfest wirkenden Petersburger Abwehr ermöglichte der Austria aber noch vor der Pause den Ausgleich. Tomas Hubocan vertändelte den Ball, Stankovic schickte Hosiner steil, der mit einer platzierten Roller ins lange Eck erfolgreich war.

Beide Teams kamen nach Seitenwechsel unverändert aus der Kabine. Die Austria rettete den durch das 1:1 geholten Elan aber offenbar über die Pause. Zunächst vergaß Zenit auf den links aufgerückten Markus Suttner, der Jun per Stanglpass ideal bediente, dann konnte Keeper Juri Lodygin einen Mader-Fernschuss nicht bändigen – Hosiner war sofort zur Stelle.

4:1-Sieg über Zenit St. Petersburg in Wien

Zenit konnte auf den Doppelschlag nicht mehr antworten. Die Austria spielte den Heimsieg mit viel Einsatz über die Runden. Kerschakow ließ mit einem Schuss in die Wolken aus elf Metern (76.) auch eine Riesenchance für die Russen ungenutzt. Der gefürchtete Hulk kam überhaupt nicht mehr zur Geltung. Der eingewechselte Daniel Royer vergab im Finish zunächst die Chance auf den vierten Austria-Treffer (89.), den schließlich aber der ebenfalls ins Spiel gekommene Kienast beisteuerte (93.).

(APA/Red)

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