Außenminister Kurz hat Fünf-Punkte-Plan gegen Jihadismus

Außenminister Sebastian Kurz will die Präventionsarbeit stärken.
Außenminister Sebastian Kurz will die Präventionsarbeit stärken. ©APA
Um eine Radikalisierung heimischer Jugendlicher hin zum Jihad zu verhindern, will Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz auf Präventionsarbeit setzen. Er hat einen Fünf-Punkte-Plan ausgearbeitet, der unter anderem eine stärkere Kontrolle von rein-islamischen Kindergärten in Wien beinhaltet.
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Nötig sei eine Aufklärungskampagne unter muslimischen Jugendlichen “in islamischen Vereine, in Gebetshäusern und Moscheen, denn Jugendliche müssen wissen, dass Jihadismus kein Spiel sondern todernst ist und dass die Hauptopfer der IS-Terroristen im Irak und in Syrien Muslime sind”, so Kurz in einem Radio-Interview am Donnerstag. Gleichzeitig müsse die Mehrheitsbevölkerung in Österreich informiert werden, um einem Generalverdacht gegen 500.000 Muslime in Österreich zu begegnen, denn die Masse der Muslime sei gut integriert, erklärte er.

Kurz appelliert an islamische Lehrer

Der Integrationsminister appellierte erneut an die islamischen Religionslehrer, weil sie die “Antennen zu den jungen Menschen” seien. Sie müssten präventiv tätig sein, indem sie den Jugendlichen erklärten, dass gläubige Muslime derartige Dinge nicht tun dürften. Andererseits müssten die Religionslehrer Fehlentwicklungen melden und zur Anzeige bringen, so Kurz.

Mehr Kontrollen in Wien gefordert

Von der Stadt Wien fordert Kurz mehr Kontrollen in rein-islamischen Kindergärten, ob dort auch Deutsch unterrichtet werde. Außerdem wiederholte er seinen Plan, die Internetplattformen Facebook und Youtube für das Thema Jihadismus zu sensibilisieren. Gemeinsam mit anderen Ländern will der Außenminister eine Allianz schmieden, um Druck auf die beiden Unternehmen auszuüben. Deutschland und andere europäische Länder seien bereits im Boot, so Kurz. (APA)

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