Ausschreitungen mit Rechtsextremen in Patras

In der westgriechischen Hafenstadt Patras ist es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Rechtsextremisten gekommen. Hintergrund der Ausschreitungen ist die Tötung eines Griechen durch drei Migranten. Mitglieder der rechtsextremistischen Partei "Goldene Morgenröte" und Gesinnungsgenossen versuchten, mit einem Bagger die Absperrungen der Polizei vor einer ehemaligen Textilfabrik zu durchbrechen.

Ziel des Mobs waren mehrere hundert Migranten, die in dem Komplex darauf warten, per Fähre nach Italien zu kommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden Brandflaschen auf die Beamten geschleudert. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mehrere Wagen brannten aus. Mindestens drei Menschen wurden leicht verletzt. Am Morgen entspannte sich die Lage leicht.

Faschisten-Partei trifft auf Finanzkrise und Flüchtlingswelle

Die faschistische Partei “Goldene Morgenröte” war bei der Parlamentswahl am 6. Mai in Griechenland auf knapp sieben Prozent der Stimmen gekommen. Neben der schweren Finanzkrise ist Griechenland mit einer großen Flüchtlingswelle konfrontiert. In den ersten drei Monaten 2012 wurden nach offiziellen Angaben mehr als 18.700 Flüchtlinge aufgegriffen. Fast 4.000 stammen aus Afghanistan. In den vergangenen beiden Jahren waren mehr als 230.000 illegale Einwanderer aufgegriffen worden. In Griechenland leben mittlerweile mehr als eine Million Migranten – bei einer Gesamtbevölkerung von rund 11,5 Millionen Menschen.

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