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Ausblick: Das erwartet die Gäste am Wiener Opernball 2020

Das dürfen Gäste am Wiener Opernball 2020 erwarten.
Das dürfen Gäste am Wiener Opernball 2020 erwarten. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Wiener Opernball 2020 steht unter dem Motto "Die Königin der Nacht". Organisatorin Maria Großbauer bittet zum letzten Tanz und auch Staatsoperndirektor Dominique Meyer verabschiedet sich. Das dürfen Gäste am Ball der Bälle erwarten.

Trotz prominenten Absenzen ist das offizielle Österreich ganz ordentlich am Wiener Opernball vertreten. Zwar fehlt Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wegen des EU-Budgetgipfels, doch sorgt Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Staatsoberhaupt für höchste Repräsentanz in der Staatsoper.

Politik-Prominenz am Wiener Opernball stark vertreten

Zahlreiche türkise Minister bringen hochrangige Gäste aufs Parkett, und auch Grün und Rot wird man am Ball erblicken. Den prominentesten Gast hat sich die als tanzfreudig bekannte Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) geangelt, nämlich den griechischen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Margaritis Schinas.

Richard Lugner bringt Ornella Muti zum Opernball

Richard Lugner kam nach der Absage der Skilegende Lindsey Vonn bei der Suche nach einem Opernball-Gast ganz schön ins Strudeln. Der geplante Ersatzgast war nach einer geplatzten Pressekonferenz und zähen Verhandlungen nämlich selbst dem Baumeister zuviel, wodurch die Wahl kurzfristig auf die italienische Schauspielerin Ornella Muti fiel. "Wir haben eine fixe Zusage. Aus meiner Sicht ist sie ein toller Gast", sagte Lugner.

Zahlreiche Promis in der Loge von Klemens Hallmann

Die Loge mit den meisten Promis dürfte eindeutig der Unternehmer Klemens Hallman besetzen. Gemeinsam mit seiner Frau, dem Model Barbara Meier, begrüßt er "Terminator"-Shootingstar Gabriel Luna, den muskelbepackten Schauspieler Ralf Moeller, die niederländische Moderatorin Sylvie Meis, das Model Franziska Knuppe und die Moderatorin Katja Burkard. "Meine Frau Barbara und ich freuen uns besonders, nach einer Pause im letzten Jahr heuer wieder mit einer Loge am Opernball dabei zu sein. Es ist das gesellschaftliche Großereignis des Jahres", meinte Hallmann.

Sopranistin Aida Garifullina und Startenor Piotr Beczala singen bei der Eröffnung

Gut lief es für die Staatsoper selbst, die für die Eröffnung des 64. Opernballes die Sopranistin Aida Garifullina ("Sempre libera" aus "La traviata") sowie den Startenor Piotr Beczala ("E lucevan le stelle" aus "Tosca") gewinnen konnte. Das Wiener Staatsopernorchester spielt unter der Leitung von Spitzendirigent Daniel Harding.

Erstmals gleichgeschlechtliches Paar unter Debütanten

Unter den Debütanten findet sich heuer mit zwei Damen erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar. "Wir sind nicht mehr im 19. Jahrhundert", unterstrich Staatsoperndirektor Meyer. Die Debütantinnen würden die Kleiderordnung (eine Dame ein weißes Kleid, die andere Dame einen schwarzen Frack, Anm.) und die Linkswalzer-Vorgabe respektieren. Den beiden Deutschen selbst geht es darum, "gemeinsam zu tanzen und dabei Spaß zu haben, alles andere ist für uns irrelevant", sagte die 21-jährige Sophie Grau.

Die Verantwortung für den Auftritt der Debütanten liegt zum zweiten Mal ganz in der Hand der oberösterreichische Tanzschule Santner. Nach der ersten Hebefigur bei der Eröffnung 2019 hält auch die diesjährige Choreographie eine Neuerung bereit: Erstmals werden Debütanten auch singen - und zwar den international verständlichen Text "Lalala" im Chor bei der Bauernpolka von Johann Strauß (Sohn).

Abschied von Meyer und Großbauer

Abschied nehmen heißt es sowohl von Dominique Meyer als auch Maria Großbauer. Meyer wechselt mit Ende der Saison an die Mailänder Scala, womit Großbauer, die sich vor allem dem Direktor verbunden fühlte, ebenfalls die Organisation abgab. "Es hat sich in zehn Jahren viel verändert", bilanzierte Meyer. Vor allem sei es ihm gemeinsam mit seinen Mitarbeitern gelungen, dass die Künstler des Hauses im Mittelpunkt stehen. "Der Opernball ist ein Künstlerball", freute sich der scheidende Direktor. Als Gast werde er das Society-Spektakel künftig "eher nicht" besuchen.

Großbauer wird sich bei ihrem letzten Opernball musikalisch verabschieden: Um 23.55 Uhr wird die studierte Saxofonistin im Duett gemeinsam mit Nils Landgren (Posaune) und der Bernd Fröhlich Bigband im großen Saal in der Wiener Staatsoper einen Abschieds-Song spielen - gekleidet in einen Damen-Frack, wie es seitens des Opernhauses hieß. "Mit dem berühmten Duke Ellington-Jazzstandard 'In a Sentimental Mood' sage ich musikalisch Danke und Auf Wiedersehen", so die Organisatorin.

Neuerungen gibt es bei den ORF-Moderatoren: Neben Alfons Haider und Mirjam Weichselbraun ist erstmals Teresa Vogl mit dabei. Das Programm von ORF2 steht ab 20.15 Uhr im Zeichen des Society-Spektakels.

(APA/Red)

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