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Augenzeugin: Gezielte Schüsse auf Prediger

"Es war zunächst eine ganz normale Sonntagsmesse, mehr als 100 Leute waren da. Plötzlich sind mehrere Sikhs mit Bärten und Turbanen reingekommen." So beschreibt eine Augenzeugin die Sekunden vor der Schießerei. Schüsse in Wiener Gebetshaus | | Video: Sikh-Prediger Sant Rama Nand an Verletzungen gestorben

Wir dachten zunächst, sie wollten ebenfalls zum Gottesdienst kommen. Aber plötzlich haben sie eine Waffe genommen und gezielt auf die zwei Prediger geschossen.” Das sagte eine Augenzeugin im Gespräch mit der APA.

Panische Flucht

Daraufhin sei ein Tumult ausgebrochen. “Die Leute – Kinder und alle anderen – sind hinausgerannt. Sie sind praktisch um ihr Leben gelaufen”, sagte die Frau, die aus Sicherheitsgründen namentlich nicht genannt werden wollte. Ihren Angaben zufolge handelt es sich bei den beiden niedergeschossenen Männern um Prediger, die in Indien sehr viele Anhänger haben und bereits früher zumindest schon einmal in dem Tempel in der Pelzgasse eine Messe gehalten hatten.

Heiliges Buch nicht respektvoll genug behandelt?

Schon damals habe es Drohungen gegeben, ihres Wissens auch im Vorfeld der heutigen Messe. Heute sei die Polizei informiert worden. Dass es zu einer Schießerei kommen würde, habe wohl niemand vermutet, sagte die Frau. Der Hintergrund, so weit ihr bekannt: “Den zwei Predigern wird anscheinend vorgeworfen, das Heilige Buch nicht respektvoll zu behandeln. Es geht vermutlich auch um das Kastenproblem. Hier (in Rudolfsheim-Fünfhaus, Anm.) treffen Angehörige niedriger Kasten zusammen. Unter ihnen sind kaum Männer, die Turban und Bärte tragen. In den Gotteshäusern in Donaustadt und Meidling halten sich Angehörige höherer Kasten auf.”

Die Tatsache, dass es sich bei den Angreifern und Männer mit Turban und Bärten handle, lässt nach Angaben der Frau den Schluss zu, dass es fundamentalistische Sikhs seien, die höheren Kasten angehören. “Diese blicken gern ein wenig auf uns herab”, sagte die Besucherin des Gottesdienstes in der Pelzgasse.

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