Augarten-Projekt: Proteste, aber noch keine Parkbesetzung

Für kommende Woche plant der Verein "Freunde des Augartens" erste Protestmaßnahmen - wobei von einer Besetzung des Parkareals am Augartenspitz vorerst noch Abstand genommen wird.

Die Idee eines Filmkulturzentrums wird unterdessen weiterverfolgt. Die Stadt Wien bringt dazu den Standort Donauplatte ins Gespräch.

Die Anrainerinitiative “Freunde des Augartens” will laut einer Sprecherin morgen, Freitag, im Detail darlegen, wie der Protest aussehen wird. Fix ist bereits, dass es am Montagvormittag eine erste Aktion geben wird. Eine Besetzung des Areals wird nicht ausgeschlossen, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt: “Jetzt ist es dafür noch zu früh, das ist erst sinnvoll, wenn die Bagger vor der Tür stehen.”

Auch im Wiener Gemeinderat wird am morgigen Freitag über den umstrittenen “Konzertkristall” diskutiert. Die Wiener Grünen werden die Causa in einer Aktuellen Stunde (Titel: “Augarten: Brennpunkt politischer Unkultur – BürgerInnen werden missachtet”) die von ihnen kritisierte Entscheidung zum Thema machen.

Während bei den Sängerknaben selbst die Vorbereitungen für das Einreichen der Pläne bei der Baubehörde laufen, wird auch über ein Filmkulturzentrum weiter nachgedacht – und zwar vor allem im Rathaus: Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) schlägt vor, eine solche Einrichtung auf der Wiener Donauplatte am Ufer der Neuen Donau zu errichten. Dort könnte nicht nur eine Dependance des Filmarchivs, sondern auch ein Depot des Filmmuseums untergebracht werden, so Mailath-Pokorny in der “Presse” sowie im Ö1-Morgenjournal.

Für den Standort, der eine Kulturwidmung aufweist, gab es bereits andere Vorschläge: Ein Guggenheim-Museum war genauso im Gespräch wie eine Niederlassung der Universität für Angewandte Kunst. Zuletzt hatte das Museum für Moderne Kunst angekündigt, neue Ausstellungsräume dort errichten zu wollen.

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