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Aufgeheizte Stimmung in Wiener Fanzone

Erhitzte Gemüter gab es am Freitagabend während des Spiels Kroatien-Türkei in der Wiener Fanzone. Bilder aus der Wiener Fanmeile 

Beide Fanblocks hatten sich streng getrennt am Rathausplatz formiert, wobei die kroatischen Anhänger eindeutig in der Mehrheit waren und den kompletten Heldenplatz in Beschlag genommen hatten. Nach dem Ausgleichstreffer der Türken kam es an mehreren Orten zu kleineren Schlägereien zwischen den Fangruppen.

Die Folge waren einige Leichtverletzte. Das Eingreifen der Polizei und der letztendliche Sieg der Türkei kalmierte die Situation allerdings innerhalb einiger Minuten. Nach Abpfiff zog ein Großteils der Fans in Rekordgeschwindigkeit aus dem Areal ab, vor allem die Kroaten hielt nach der Niederlage nichts mehr auf der Partymeile. Direkt nach dem Schlusspfiff marschierte die rot-weiß-karierte Menge ab, nur einige enttäuschte Fans blieben den Kopf in den Schoß gelegt fassungslos am Rathausplatz sitzen.

Die türkischen Anhänger zogen dagegen in großen Gruppen unter “Türkiye”-Rufen und Fahnen schwenkend Richtung Staatsoper. “Es war ein Wahnsinn! Ich hätte schon fast einen Herzstillstand bekommen – es war wie in den letzten drei Spielen, immer in letzter Minute entschieden. Wir haben Herz gezeigt, aber auch Moral”, jubelte ein überglücklicher junger Türke über den erstmaligen Einzug seiner Mannschaft in ein EM-Halbfinale.

Insgesamt hatten gegen Ende der ersten Halbzeit bis zu 31.670 Menschen gleichzeitig das Spiel in der Partymeile verfolgt – über den Tag verteilt hatten sich 70.510 Besucher in der Fanzone eingefunden. Trotzdem diese Zahl wider Erwarten bei weitem nicht an die Höchststände heranreichte, tönte die anwesende Menge – voran die kroatischen Fans – lauter als alle Vorgänger. Der Grund: Die Türken hatten sich vor allem mit Fahnen ausgestattet, die Kroaten vor allem mit Tröten.

Nach Spielende waren diese aber rasch verstummt. “Ich denke, wir waren über das ganze Spiel besser, aber die Türken hatten mehr Glück”, grämten sich die enttäuschten Fans. “Ich bin sprachlos”, war das Einzige, was eine junge Kroatin herausbrachte.

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