Auf ein Kaffeetscherl im MAK

©APA
Ab heute präsentiert sich das Kaffeehaus von morgen im Wiener MAK: Die Kultureinrichtung steigt kurzzeitig ins Kaffeesiederbusiness ein und betreibt in der Säulenhalle bis 16. Oktober ein echtes Kaffeehaus.

Die Versuchsanordnung, die am Dienstagabend eröffnet wird, ist Phase II des im Frühjahr gestarteten “Großen Wiener Kaffeehaus-Experiments”, in dessen Rahmen sich junge Designer Gedanken für eine Zukunft der Wiener Traditionsgastronomie gemacht haben.In Kooperation von MAK und der städtischen Kreativförderagentur departure wurden 21 Projekte erarbeitet, von denen es acht nun in das temporäre Kaffeehaus geschafft haben, flankiert vom alten Mobiliar des MAK-Cafes von Hermann Czech.

Neues Designer-Mobilar im MAK-Café

So haben viele Designer neue Möbel entworfen, die etwa Tische und Kaffeehausstühle ineinander verschränken, um die Kommunikation mit dem Tischnachbarn zu fördern. Unter dem Titel “Hommage an Karl” haben Patrycja Domanska und Felix Gieselmann hingegen bequeme Hochsitze als Ersatz des klassischen Thonetsessels entwickelt, von denen aus man selbst beobachten kann und zugleich zum Beobachteten wird.

Im MAK gibt’s auch jede Menge Information

Neben den Möbelstücken finden sich allerdings auch Bildungskonzepte und neue Serviceleistungen im Zukunftskaffeehaus. Tanja Lightfoots “Parastu” variiert etwa die Grundidee eines Paravents in Fächerform, um für Privatsphäre im öffentlichen Kaffee zu sorgen. Höchst praxistauglich wirkt auch die Idee von KIM+HEEP mit dem Titel “Coffeehouse2Go”: Schuhschachtelgroße Souvenirboxen vereinen die Logos bestimmter Kaffeehäuser und dienen, ausgekleidet mit dem jeweiligen Bezugsstoff und befüllt mit den Tassen der einzelnen Cafes, als Geschenk. Und unter dem Motto des klassischen Bestellrufs “Herr Ober bitte!” finden sich Plakate mit realen Wiener Kaffeehausoberkellnern und deren Lebensweisheiten in der Säulenhalle des MAK.

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