Auch SPÖ gegen Feiertags-Abschaffung

Heftige Kritik hagelte es am Donnerstag auch von Seiten der SPÖ an der Idee des Finanzministers nach einer Abschaffung von Feiertagen und Verlängerung der Arbeitszeit.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos findet den Vorschlag, Feiertage abzuschaffen oder auf bisherige Fenstertage zu verschieben, „populistisch“ und „absurd“: „Will Grasser Weihnachten abschaffen, oder doch lieber Ostern verschieben?“, fragt sich Darabos. Und er gab zu bedenken, dass Fenstertage ja nicht automatisch frei seien, sondern die Arbeitnehmer dafür ohnehin Urlaub nehmen müssten.


Darabos: „Grassers neoliberale Politik geht voll auf Kosten der Arbeitnehmer, er geriert sich immer mehr als Sprecher der Industriellenvereinigung“. In Zusammenhang mit der Homepage-Affäre habe die Tatsache, dass Grasser die Vorschläge des Präsidenten der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, lautstark vertrete, einen „mehr als bitteren Beigeschmack“, meinte Darabos in einer Aussendung


Für den SP-Bundesgeschäftsführer ist es „bezeichnend“, dass Grasser in Sachen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik nichts anderes einfalle als in „populistischer Manier“ die Abschaffung von Feiertagen zu fordern. „Wachstums- und Beschäftigungspolitik findet unter Schwarz-Blau einfach nicht statt“, im Gegenteil, findet Darabos: Die Mittel für aktive Arbeitsmarktförderung würden gekürzt, der Ausbau der Infrastruktur verzögert und mit der Steuerreform sei die Chance vertan worden, über eine Stärkung der Massenkaufkraft für konjunkturelle Impulse zu sorgen und somit die Beschäftigung zu erhöhen. Stattdessen seien wiederum nur Großkonzerne entlastet worden, bedauert der SP-Bundesgeschäftsführer.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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