Asyl: Grenzkontrollen in Österreich künftig nicht ausgeschlossen

Die Innenministerin will Grenzkontrollen nicht ausschließen.
Die Innenministerin will Grenzkontrollen nicht ausschließen. ©APA
Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen gegen einen Flüchtlingsstrom hält Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner für denkbar. Außerdem bemängelt sie eine "extreme Schieflage" und wünscht sich eine Quotenverteilung für ganz Europa.
Zeltstädte angedacht
Diskussion "nicht sonderlich lustig"

In einer schriftlichen Stellungnahme zeigte sie Verständnis für einen entsprechenden Vorstoß des bayerischen Premiers Horst Seehofer. Wer die Entwicklungen der letzten Wochen beobachtet habe, könne so etwas nicht mehr von vornherein ausschließen.

Mikl-Leitner wünscht sich Quotenverteilung

Kritisiert wird von der Ministerin die “extreme Schieflage innerhalb Europas”, was die Versorgung von Asylwerbern betreffe. Die Solidarität einzelner Staaten werde auf eine harte Probe gestellt, wenn sich manche Länder aus ihrer Verantwortung verabschiedeten. Nötig wäre für sie eine fixe Quotenverteilung in ganz Europa.

Unterkünfte für Asylwerber gefunden

Bei der Suche nach neuen Unterkünften für Asylwerber in Österreich, die vom Ministerium selbst betrieben werden, ist Mikl-Leitner indes offenbar fündig geworden. In der Stellungnahme schreibt sie davon, dass sich in den letzten Tagen immer wieder private Quartiergeber im Innenministerium gemeldet hätten. Halte diese Solidarität an, könnten Zeltstädte vermieden werden. (APA)

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