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Asyl: 50 Zelte in der Schwarzenberg-Kaserne können bezogen werden

Das Bundesheer stellt Zelte für die Flüchtlinge auf.
Das Bundesheer stellt Zelte für die Flüchtlinge auf. ©APA
Am Wochenende haben Pioniere des Militärkommandos Salzburg 50 Zelte für Flüchtlinge auf einem Gelände im süden der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim aufgebaut. Noch am Sonntag solle mit der Belegung begonnen werden, so der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck. 87 Personen sollen von Traiskirchen nach Salzburg verlegt werden.

Im Lauf der nächsten Tage werde man die maximale Kapazität von 250 Menschen erreichen. Die Zelte sind nur eine vorübergehende Lösung. Sie sollen bis zum Ende kommender Woche durch Container ersetzt werden. Die Soldaten haben am Samstag das für die Flüchtlingsunterkünfte vorgesehene Areal durch einen Zaun vom übrigen Kasernengelände getrennt, berichtete Gerald Gundl, Sprecher des Militärkommandos. Es gebe auch einen getrennten Eingang.

Versorgung der Flüchtlinge durch das Bundesheer

Auch bei der Versorgung der Menschen wird das Bundesheer das Innenministerium vorübergehend unterstützen. Die Essensausgabe werde in der ersten Woche vom Bundesheer erledigt, ab Dienstag wird auch das Kochen vom Bundesheer übernommen. Bis dahin liefert ein Cateringunternehmen die Verpflegung, sagte Grundböck. Außerdem werden Polizeischüler organisatorische Unterstützung leisten.

Das Rote Kreuz sei an die Kapazitätsgrenze gestoßen und habe die Versorgung so kurzfristig nicht organisieren können. “Wir sind dem Roten Kreuz sehr dankbar für die Leistungen, die es erbringt”, betonte der Innenministeriumssprecher. Mit Ende kommender Woche soll die Versorgung des Containerdorfs in der Schwarzenbergkaserne vom Schweizer Unternehmen ORS, das schon mehrere Flüchtlingsquartiere betreut, übernommen werden.

Zur Kritik von Landes- und Gemeindepolitik an der überraschenden Einrichtung der Zeltstadt in der Schwarzenbergkaserne meinte Grundböck: “Wir hoffen auf Verständnis, dass wir angesichts des wachsenden Bedarfs so kurzfristig Quartiere schaffen mussten.” Es sei eine große Herausforderung für alle Stellen.

(apa/red)

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