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Asfinag prüft: Fahren auf dem Pannenstreifen zu Spitzenzeiten

Bei Stau den Pannenstreifen als zusätzliche Fahrbahn nützen?
Bei Stau den Pannenstreifen als zusätzliche Fahrbahn nützen? ©APA (Themenbild)
Wien/Salzburg/Innsbruck. Berechnungen und Computersimulationen sollen zeigen, ob die vorübergehende Befahrbarkeit von Pannenstreifen auf bestimmten Autobahnabschnitten zu Verkehrsspitzenzeiten realisierbar ist. Die Regelung soll für besseren Verkehrsfluss sorgen.

Das teilte die Asfinag am Montag mit und bestätigte damit dementsprechende Medienberichte. In etwa einem halben Jahr könnte es erste Ergebnisse geben.

Drei Teststrecken

“Der Test beginnt in den kommenden Tagen. Die Autofahrer werden davon aber nichts merken”, betonte ein Sprecher der Autobahngesellschaft. Die Simulationen werden auf drei Autobahnabschnitten durchgeführt. Im Fokus stehen die Ostautobahn (A4) vom Knoten Prater in Wien bis zum Knoten Schwechat in Fahrtrichtung Nickelsdorf, die Westautobahn (A1) von der Anschlussstelle Wallersee bis Salzburg Nord in beiden Fahrtrichtungen und die Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl Ost ebenfalls in beiden Fahrtrichtungen.

Fahren auf dem Pannenstreifen: Erprobtes System

Bei positiven Ergebnissen könnten dort frühestens Ende 2019 die Pannenstreifen tatsächlich zeitweise für den Verkehr freigegeben werden. Voraussetzungen für die Einführung der Regelung sind laut Asfinag ein breiter Pannenstreifen, lückenlose Kontrolle durch Verkehrskameras, ausreichende Anzeigemöglichkeiten sowie bauliche Adaptierungen, wie etwa zusätzliche Pannenbuchten.

Noch bevor ein Stau entsteht soll dann bei starkem Verkehrsaufkommen auf Über-Kopf-Anzeigen signalisiert werden, dass das Befahren der zusätzlichen Spur vorübergehend erlaubt ist. Das System funktioniere in Deutschland, England, der Schweiz und in den Niederlanden seit Jahren, betonte die Asfinag. (red/APA)

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