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Armenier demonstrierten für Berg-Karabach in Wien

Die Demo fand vor der UNO in Wien statt.
Die Demo fand vor der UNO in Wien statt. ©APA/HANS PUNZ
Armenier demonstrierten am Donnerstag in Wien, Genf und New York für die Unabhängigkeit von Berg-Karabach. Rund 250 Menschen waren in Wien dabei.

Armenier in Wien, Genf und New York haben am Donnerstagnachmittag (MEZ) für die Anerkennung der staatlichen Unabhängigkeit der umkämpften Kaukasusregion Berg-Karabach ("Republik Arzach") demonstriert. Auf dem Muhammad-Asad-Platz bei der UNO-City in Wien-Donaustadt versammelten sich rund 250 Menschen, wie die Polizei auf APA-Anfrage mitteilte. Es kam demnach zu keinen für die Behörden relevanten Vorfällen.

UNO zur Anerkennung der Unabhängigkeit der "Republik Arzach" aufgefordert 

Die armenischen Gemeinden riefen in diesem Zusammenhang UNO-Generalsekretär Antonio Guterres in einer englischsprachigen Erklärung dazu auf, sich für einen Anerkennung von Berg-Karabach, Frieden in der umkämpften Kaukasus-Region und Hilfe für die Zivilbevölkerung einzusetzen. Außerdem sollten "die Kriegsverbrechen der Türkei und Aserbaidschans (...) nicht ungestraft bleiben", zitierte eine Aussendung der armenisch-apostolischen Kirchengemeinde in Österreich, die als Organisatorin der Kundgebung vor dem Eingangsbereich der UNO City auftrat, aus der Botschaft, die auch auf den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich im Jahr 1915 hinwies. Über 90 Prozent der Bevölkerung Armeniens gehören der armenisch-apostolischen Kirche an, die gemeinsam etwa mit der koptisch-orthodoxen oder der syrisch-orthodoxen Kirche die Gemeinschaft der orientalisch-orthodoxen Kirchen bildet.

Seit einem Monat tobt zwischen Armenien und Aserbaidschan erneut ein Krieg um das mehrheitlich von Armeniern bewohnte Gebiet Berg-Karabach, das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, jedoch bereits 1991 seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Diese wird allerdings offiziell von keinem Staat der Welt - auch nicht von der Schutzmacht Armenien - anerkannt. Aserbaidschan wird bei den Kämpfen von dem sprachlich, religiös und kulturell nahestehenden Nachbarland Türkei unterstützt.

(APA/Red)

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