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Arkadenhof der Uni Wien ist um eine Frau reicher

154 männliche Ehrenbüsten stehen im Arkadenhof der Universität Wien einer einzigen Frauenbüste gegenüber. Dieser beschämende Umstand hat nun endlich ein Ende, denn ab sofort ziert die dauerhafte Installation "Der Muse reicht's" den Innenhof der Wiener Hauptuni.

Die Musen in der Wissenschaft inspirieren offenbar fast ausschließlich Männer. Diesen Umstand thematisiert die Künstlerin Iris Andraschek mit ihrer dauerhaften Installation “Der Musereicht’s” im Arkadenhof der Universität Wien. Mit ihrer formal reduzierten Arbeit, die schräg über einen Teil des Hofes platziert ist, macht die österreichische Künstlerin im Sinne der Auftraggeber Universität Wien und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) auf die Gleichstellung von Männern und Frauen an der Universität aufmerksam.

Andrascheks weibliche Schattensilhouette, die protestierend ihre geballte Faust hochreckt, hat sich in der Ausschreibung gegen zahlreiche MitbewerberInnen durchgesetzt. Das Siegerprojekt wird Montag Abend präsentiert. Für den aus Granit gefertigten, in den bestehenden Steinbelag eingeschnittenen Schatten standen der Künstlerin mehrere Frauen Modell, die heute an der Uni Wien lehren.

Bis dato war die einzigen Gedenktafel für eine Frau jene von Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), welche zur damaligen Zeit nicht für ihre wissenschaftliche Verdienste im Rahmen einer universitären Karriere geehrt werden konnte. Als Frau durfte sie nämlich zu ihrer Zeit noch gar nicht studieren, die erste Frau wurde erst 1897 zum Studium zugelassen. Die Autorin wurde erst später mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

Die Uni Wien will auch im kommenden Jahr das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern thematisieren: 2010 ist ein Symposium geplant, das die Auseinandersetzung mit dem Themenkreis “Geschlecht/Wissenschaft/Erinnerung/Repräsentation” vertiefen soll. Neben der Sensibilisierung plant die Uni auch konkret eine Erhöhung des Frauenanteils in allen Karrierestufen, insbesondere in den Naturwissenschaften.

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