Arbeitslosigkeit in Österreich: Reaktionen zum Thema

Debatte zum Thema Arbeitslosigkeit in Österreich.
Debatte zum Thema Arbeitslosigkeit in Österreich. ©Bilderbox/Sujet
Die am Dienstag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner los getretene Debatte um strengere Zumutbarkeitsbedingungen für die rund 398.000 Arbeitssuchenden in Österreich löste teils sehr kritische Reaktionen aus.
Zumutbarkeitsbedingungen verschärfen?

Scharfe Worte fallen aktuell in der Debatte zum Thema Arbeitslosigkeit: Die Grünen finden den Vorschlag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) nach einer Ausweitung der Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose schlichtweg “arrogant”.

“Die ÖVP will Tageshöchstarbeitszeiten von zwölf Stunden, die Fahrzeiten zur Arbeit von z.B. drei Stunden – das wären 15 Stunden Abwesenheit von zu Hause pro Tag. Dagegen werden wir Grüne ankämpfen”, so Arbeitnehmersprecherin Birgit Schatz.

Weitere Reaktionen

Die Industrie erteilte heute einmal mehr der Forderung der SPÖ, Arbeiterkammer und Gewerkschaften nach einer Bonus-Malus-Regelung für die Beschäftigung von älteren Personen eine Abfuhr. Durch das Bonus-Malus-System werde darauf abgezielt, “den Unternehmen die Verantwortung für ein krankendes System umzuhängen”, meint Nikolas Griller, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien in einer Aussendung.

Die FPÖ fordert die Einberufung eines Sondersozialausschusses zum Arbeitsmarkt. “Ich rufe den zuständigen Ausschussobmann Josef Muchitsch (SPÖ) auf, noch für den November einen solchen Ausschuss einzuberufen. Es ist fünf Minuten vor zwölf”, so FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl. Er kritisierte in dem Zusammenhang die angedachte Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylsuchende.

(APA)

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