Angeschossene Frau schwebt weiter in Lebensgefahr

Mit diesem Messer hatte die angeschossene Frau die Beamten angegriffen
Mit diesem Messer hatte die angeschossene Frau die Beamten angegriffen ©LKA Wien
Jene angeschossene Frau, die bei einem Polizeieinsatz mit insgesamt neun Kugeln gestoppt werden musste, schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. An ihr wurden 17 Ein- und Austrittslöcher gezählt.
Frau im 15. Bezirk angeschossen
Mehr News aus Fünfhaus
Das ist der Tatort
Küchenmesser als Tatwaffen

Die Exekutive bestätigte am Donnerstag Medienberichte, dass der Beamte in einer “akuten Notwehr-Situation” insgesamt neunmal auf die Frau gefeuert hat. “Es wurden neun Patronenhülsen in der Wohnung gefunden”, sagte Sprecherin Regina Steyrer.

Keine neuen Erkenntnisse nach Einvernahme

Während der feuernde Polizist und sein Kollege in psychologischer Behandlung sind, wurden beide auch zum Vorfall im 15. Bezirk einvernommen. Neue Erkenntnisse habe es dabei aber nicht gegeben.Über die Anzahl der Wunden bei der schwer verletzten 37-Jährigen gab es weiterhin keine genauen Angaben. Laut verschiedenen Medienberichten wurden insgesamt 17 Einschuss- und Austrittslöcher gezählt, dies wollte die Polizei aber nicht bestätigen. “Es gibt Verletzungen im Bereich des Oberkörpers, der Hände und der Beine”, sagte die Sprecherin.

Angeschossene Frau nicht vernehmungsfähig

Die Verletzte ist weiterhin nicht vernehmungsfähig, die Hintergründe des Einsatzes waren daher weiter unklar. Laut Polizei erfolgte am Mittwoch um 3.47 Uhr ein Anruf, wonach in einer Wohnung in der Goldschlagstraße ein Brand ausgebrochen sei. Die später angeschossene Frau dürfte selbst die Feuerwehr geholt haben, die im Beisein der Polizei die Wohnung aufbrach. Zwar entdeckten sie keinen Brand, es waren jedoch alle Wasserhähne in der Wohnung aufgedreht. Die Einsatzkräfte hörten die Frau im Badezimmer schreien, toben und Gegenstände um sich werfen. Die Polizei forderte daraufhin Verstärkung an.

Keine mannstoppenden Projektile verwendet

Überlebt hat die Frau die hohe Anzahl an Schüssen deshalb, weil die Polizei keine mannstoppenden Projektile geladen hat. Der Sinn dahinter ist, auch bei notwendigem Schusswaffeneinsatz das Leben eines Menschen so wenig wie möglich zu gefährden. Auch die scheinbare Resistenz der angeschossenen Frau gegenüber dem Einsatz von hoch schmerzhaftem Pfefferspray ist übrigens nicht restlos geklärt. Es ist aber möglich, so Polizeisprecherin Michaela Rossmann, dass in emotionalen Ausnahmezuständen der Pfefferspray nicht wahrgenommen wird. Es komme, natürlich auch im Fall der angeschossenen Frau, auch auf Distanz, Winkel und weiter Faktoren an.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 15. Bezirk
  • Angeschossene Frau schwebt weiter in Lebensgefahr
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen