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Andreas Kofler brachte Tournee-Sieg nach Hause

Österreichs Skisprung-Team und 25.000 Zuschauer hatten am Dreikönigstag in Bischofshofen erneut allen Grund zum Jubel: Andreas Kofler brachte am Mittwoch seinen Vorsprung letztlich sicher mit 13,3 Punkten Vorsprung auf den unverwüstlichen Finnen Janne Ahonen und 15,6 vor Tournee-Titelverteidiger Wolfgang Loitzl ins Ziel.
Bilder aus Bischofshofen
Bilder des Triumphs

Sensationell auch die Steigerung von Thomas Morgenstern, der erstmals seit Februar 2008 ganz oben auf dem Stockerl stand und seinen 13. Weltcupsieg feierte.

Gleich zwei Mal wurde in Bischofshofen die österreichische Hymne gespielt: Für Tagessieger Morgenstern und dann für Gesamtsieger Kofler. Damit gingen alle vier Tournee-Springen an Österreich und die Einzelsiege holten Kofler, zweimal Gregor Schlierenzauer und Morgenstern. Die fast schon unheimliche Dichte im ÖSV-Team wurde damit einmal mehr dokumentiert.

Kofler, der nach zwei Jahren der sportlichen Krise nun triumphal zurückgekehrt ist, war freilich überglücklich. “Ich hätte mir nie gedacht, dass ich einmal die Tournee gewinnen kann. Das ist ein Wahnsinn. Die Saison hat lässig angefangen und das ist jetzt die Krönung”, freute sich der nunmehrige Besitzer des 35.000 Euro teuren Siegerautos, einem Subaru Outback.

Der Tiroler bedankte sich auch bei seinen Teamkollegen. “Es war nicht ohne. Wir haben uns gegenseitig Energie gegeben, bei mir hat es gewirkt. Die Mannschaft gibt einem super Rückhalt.” Geträumt habe er vom Tourneesieg, gab er zu. “Jetzt ist es soweit. Das ist unfassbar und macht mich stolz”, betonte Kofler.

Doch nicht nur er lachte über das ganze Gesicht, sondern auch Thomas Morgenstern, der sich mit einer Sondereinheit in der Ramsau nach dem Bewerb in Innsbruck wieder Sicherheit geholt hatte. “In Bischofshofen zu gewinnen, da geht ein Traum in Erfüllung. Dass ich wieder ganz oben stehe, habe ich vielen Leuten zu verdanken. Ich habe oft sehr gezweifelt, das macht mich jetzt stark”, lautete der erste Kommentar des Tagessiegers.

Cheftrainer Alexander Pointner freute sich mit Tourneesieger Kofler. “Gratulation an die Mannschaft und Andi Kofler. Er ist durch seine Mannschaftskollegen zum Tourneesieg geführt worden. Heute ist er der ganz große Sieger. Er ist so lange dem großen Erfolg nachgelaufen”, sprach Pointner auch die knappe Niederlage vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Turin/Pragelato an, als sich Kofler auf der Großschanze nur um 0,1 Punkte Olympiasieger Morgenstern hatte geschlagen geben müssen. Am Tag der Heiligen Drei Könige gab es zweimal Platz 1 für Kofler und Morgenstern – ein später Ausgleich für jenen hauchdünnen Sieg im Februar 2006.

Dabei sah die Welt des ÖSV-Teams nach dem ersten Durchgang nicht mehr ganz so rot-weiß-rot aus wie vor dem Schlussbewerb: Die Triple-Gesamtführung durch Kofler, Schlierenzauer und Loitzl war durch starke Auftritte von Simon Ammann und Janne Ahonen durchbrochen. Der Schweizer Ammann war am Vortag in der Qualifikation wesentlich kürzer gesprungen und konnte daher schon als dritter Springer mit einem 136-m-Satz Druck ausüben. Er ging als Führender ins Tournee-Finale.

Kofler behielt nach dem insgesamt siebenten Sprung mit 12,8 Zählern oder 7,1 Metern einen noch respektablen Vorsprung, dahinter gab es aber einige Verschiebungen. Ahonen war neuer Zweiter, Ammann mit 13,8 Punkten Rückstand auf Kofler (+ 7,6 m) Dritter. Gregor Schlierenzauer war mit 18,3 Punkten bzw. 9,5 Metern Rückstand schon aus dem Rennen um den Gesamtsieg.

Schlierenzauer, der im Zuge der Tournee ein Wellental der Gefühle durchwandern musste, landete am Ende “nur” auf dem vierten Gesamtrang. Nach seinen zwei Siegen in Partenkirchen und Innsbruck hatte er für viele (wieder) als Favorit gegolten. Doch der 19-jährige Stubaitaler, der nur wenige Kilometer von Kofler entfernt aufgewachsen ist, zeigte sich als großer Mannschaftskollege und drückte Kofler im Auslauf die Daumen. Nach dessen Satz auf 133,5 m verneigte sich Schlierenzauer demonstrativ vor seinem engeren Landsmann.

Für die “Superadler” gibt es nun keine Zeit zum Feiern, denn schon am Freitag steht die Qualifikation für das Skifliegen auf dem Kulm auf dem Programm, am Samstag und Sonntag gibt es zwei Einzelskifliegen. “Wir wollen die Spannung aufrechterhalten, jetzt ist große Euphorie entstanden. Die Aktiven sind nun auch heiß auf den Kulm”, betonte Cheftrainer Pointner, der sich u.a. auch über den siebenten Tournee-Tagessieg seiner Crew in Folge freuen durfte.

Endergebnis Springen Bischofshofen:
  1. Thomas Morgenstern    (AUT)  264,7 Pkt. (133,0 m/136,0 m)
  2. Janne Ahonen          (FIN)  264,0 (134,0/133,5)
  3. Simon Ammann          (SUI)  261,5 (136,0/131,5)
  4. Wolfgang Loitzl       (AUT)  260,9 (130,5/135,0)
  5. Andreas Kofler        (AUT)  255,0 (129,0/133,5)
  6. Gregor Schlierenzauer (AUT)  253,5 (128,5/134,0)
  7. Dmitrij Wassilijew    (RUS)  250,2 (130,0/131,5)
  8. Martin Koch           (AUT)  245,1 (128,5/131,0)
  9. Pascal Bodmer         (GER)  236,9 (127,0/128,5)
 10. Anders Jacobsen       (NOR)  233,4 (126,5/126,5)
 
Tournee-Schlussklassement: 
1. Kofler 1.027,2 Pkt. 
2. Ahonen 1.013,9 
3. Loitzl 1.011,6 
4. Schlierenzauer 1.011,1 
5. Ammann 1.008,3 
6. Morgenstern 987,1 
7. Bodmer 936,2 
8. Koch 935,0
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