Amadeus Austrian Music Awards 2013: Parov Stelar als dreifacher Sieger

Auch Die Hosen konnten sich über einen Award freuen - Parov Stelar über gleich drei.
Auch Die Hosen konnten sich über einen Award freuen - Parov Stelar über gleich drei. ©Vienna.at/Alexander Blach
Am Mittwochabend wurden mit einer großen Gala im Wiener Volkstheater die Amadeus Austrian Music Awards 2013 verliehen. Es gab große Live-Shows, große Töne, einen dreifach ausgezeichneten Parov Stelar und eine klingende Laudatio auf das Lebenswerk von S.T.S.
Promis und Musiker am Red Carpet
Alle Nominierten 2013

Wenn sich Menschenmassen mit Fotoapparaten, „die Toten Hosen“-T-Shirts und Autogrammblöcken vor dem Red Carpet beim Wiener Volkstheater versammeln, kann es nur eines bedeuten: Es ist Amadeus-Abend. Am Mittwoch wurde der Musikpreis im Rahmen einer großen Gala in 15 unterschiedlichen Kategorien verliehen.

„Der Amadeus Award wurde ja nach dem Welthit ‚Rock Me Amadeus‘ benannt, daher kann man froh sein, dass ‚Woki mit deim Popo‘ nie zum Welthit wurde,“ so Schauspieler Manuel Rubey, der gemeinsam mit TV-Moderatorin Isabella Richtar mit zahlreichen Schmähs und Seitenhieben auf Austro-Pop-Legenden wie Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros oder auch auf Ö3 durch den Abend führte.

Live-Acts im Volkstheater

Auf der Bühne des Volkstheaters brachte zuerst die österreichische Ska-Formation Russkaja mit einer feurigen Bühnenshow das Volkstheater auf die russische Art zum Tanzen. Dann wurde auch schon der erste Amadeus-Award verliehen –  in der Kategorie Pop/Rock wurde Julian Le Play ausgezeichnet – der an dem Abend auch selbst mit seiner Band live performte.

In der Kategorie Schlager heimste DJ Ötzi wieder einmal den Amadeus ein. „Ich muss das Dutzend ja voll machen,“ scherzte der Tiroler Gerhard Friedle per Videobotschaft, da er an diesem Abend für seinen Auftritt am Maifest im Wiener Prater anderweitig verpflichtet war.

Danach gehörte die Bühne dem zweiten Live-Act des Abends, Christina Stürmer, mit vielen hellen Lichteffekten und – wie könnte es anders sein – ihrer aktuellen Single „Millionen Lichter“.

Song des Jahres: „Sonnentanz“

In der Kategorie Song des Jahres räumte das Duo Klangkarussell mit „Sonnentanz“ ab, die Kollegen von Sofa Surfers durften den Amadeus in der Kategorie Alternative entgegennehmen.

In der Rubrik Best Live Act konnte sich die Formation um Marcus Füreder, besser bekannt als Parov Stelar, über die Auszeichnung freuen. “Volksrock’n’Roller” Andreas Gabalier nahm den Award für Volkstümliche Musik mit nachhause, in der Kategorie Jazz/World/Blus setzten sich die „Wiener Soul“-Erfinder 5/8erl in Ehr’n unter den Nominierten durch.

Lukas Plöchl zeigte in der Zwischenzeit mit “Freiheit” seine neue, ungewohnt ernstere Seite auf der Bühne. Weniger ernst, dafür durch und durch sympathisch gaben sich danach live die Sportfreunde Stiller, mit der Single „Applaus Applaus“ aus ihrem neuen Album, das Ende Mai erscheinen wird.

Fm4-Award: Catastrophe & Cure

Der “beliebteste Deutsche Österreichs” (Zitat Rubey), Dirk Stermann, hatte danach die Aufgabe,  den Fm4-Award zu überreichen. Und dass, obwohl er „keine Ahnung von Musik hat. Aber das geht es Puls 4 ja nicht anders.“

Die Nominierten für den Award wurden von den Fm4-Hörern bestimmt, den „bestaussehendsten Musik-Nerds des Landes“ (Zitat Stermann). Die Danksagung von Catastrophe & Cure galt daher nicht zuletzt dem Sender selbst, als „Plattform für österreichische Musiker“.

Per Video-Botschaft dankte danach Hubert von Goisern für den Award Genre- und völkerverbindende Musik.

Gregory: Kritik an Österreich

Nach einer brüllend komischen Einleitung (im wahrsten Sinne des Wortes) von Comedian Robert Palfradar ging der Amadeus in der Kategorie Hard & Heavy an die Wiener „Newcomer“ Alkbottel.

Frontmann Roman Gregory funktionierte den gläsernen Award auf der Bühne kurzerhand in ein Bierglas um –setzte dann aber zu weniger spaßigen Tönen an: „Leider ist es so, dass sich das Genre Hard & Heavy wie kein anderes in Österreich zurückentwickelt. Es gibt kaum Veranstalter dafür, die Musiker müssen sich im Alleingang mobilisieren. Wir gehen ja alle gerne auf Konzerte von ACDC oder Metallica, aber bedenken wir bitte, dass es in diesem Land auch viele Leute gibt, die das Genre Hard & Heavy beleben.“

Nazar: „Dank an Strache“

Nach dem Auftritt von Österreichs Eurovision-Song Contest-Kandidatin Natália Kelly konnte Parov Stelar mit dem Award für Electronic/Dance die zweite Auszeichnung entgegennehmen.

In der Kategorie HipHop/RnB gab es danach einen Amadeus für Rapper Nazar, der mit seiner Dankesrede aufhorchen ließ: „Mein Dank gilt FPÖ-Chef Strache, der mich seit Jahren daran erinnert, dass ich als Österreicher mit Migrationshintergund viel mehr tun muss, um etwas zu erreichen.“

Amadeus für Die Toten Hosen

Als einer der ganz großen Live-Acts des Abends rockten schließlich Die Toten Hosen mit „Altes Fieber“, aus ihrem aktuellen Album „Ballast der Republik“.

Für die Düsseldorfer gab es den Award als Best International Live-Act. „Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass unsere Zuneigung für Österreich von euch erwidert wird. Immerhin, jede meiner Tätowierungen stammt aus Wien!“, so Frontmann Campino.

3. Award für Parov Stelar, Laudatio für S.T.S.

In der Kategorie Album des Jahres konnte Parov Stelar, erstmals in der Geschichte des Amadeus, einen dritten Award entgegen nehmen („unglaublich, jetzt sind es drei!“).

Was schließlich, übergeleitet von einer reimenden Laudatio von Klaus Eberhartinger, auf die Verleihung des Awards in der Rubrik Lebenswerk folgte, der an das steirische Trio S.T.S. ging. Schiffkowitz dankte in seiner abschließenden Rede nicht zuletzte dem Schicksal, das die Band „zusammengeführt hat und dafür sorgt, dass wir es schon so lange miteinander aushalten.“

Was nach dem Preis für das Lebenswerk noch bleibe? Für ihn ganz klar: “Das Überlebenswerk.”

 

 

 

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