Am 18. Februar die Wiener Ausstellung "Nackte Männer"nackt besuchen

Am 18. Februar dürfen alle Besucher dem Mann nacheifern, der bereits am 8. Dezember nackt ins Museum ging.
Am 18. Februar dürfen alle Besucher dem Mann nacheifern, der bereits am 8. Dezember nackt ins Museum ging. ©Leopold Museum
Zahlreiche Anfragen von Nudisten-Vereinen habe es beim Leopold Museum gegeben und deswegen habe man sich entschlossen, am Abend des 18. Februars explizit "textilloses Publikum" zuzulassen. Die Ausstellung wird noch bis zum 4. März 2013 gezeigt.
Nackte Männer sorgen für Besucherandrang
Mr. Big vor dem Leopold Museum
Museumsbesucher zog sich aus
Protest gegen Penisse
Infos zur Aufreger-Ausstellung
Die nackten Männer

Am 8. Dezember nahm ein Besucher des Leopold Museums den Titel der Ausstellung “Nackte Männer” wörtlich und zog sich im Museum aus. Jetzt werden auch andere Museumsbesucher dazu explizit ermutigt, allerdings nur an einem festgelegten Termin: am 18. Februar ab 18 Uhr.

Nackte Männer verbessern Besucherzahlen

364.168 Menschen haben 2012 das Leopold Museum besucht, ein Plus von 16,9 Prozent gegenüber dem Jahr davor. “Das ist eine sehr schöne Zahl, eine der besten, die wir je hatten”, sagte der kaufmännische Direktor des Museums, Peter Weinhäupl. Überraschend: Nicht “Klimt Persönlich”, sondern “Nackte Männer” liegen in der Publikumsgunst vorn. Die bis 4. März verlängerte kunsthistorische Themen-Schau wird es zumindest unter die Top Drei im Allzeit-Ranking des Hauses schaffen. 

Viel Aufmerksamkeit für Wiener Museum

Ende Februar will man bei einer Abschluss-Pressekonferenz eine detaillierte Ausstellungs-Bilanz legen, glaubt aber jetzt schon zu wissen: “Es ist die bestbesprochene Ausstellung, die es je in Österreich gegeben hat.” Weit über 1.000 Zeitungs- und Zeitschriftenartikel in unzähligen Sprachen wurden gezählt, die umstrittenen Plakate mit nackten Fußballern animierten nicht nur zum Kauf (über 1.000 Plakate wurden verkauft) und zum mehr oder weniger kreativen Umgestalten (“Es gibt kein einziges Plakat, das nicht verändert wurde”), sondern hat auch bereits Eingang in internationale Plakatsammlungen gefunden. “Das Plakat ist bereits ein historisches Dokument”, schmunzelt Tobias Natter, der museologische Direktor des Museums. Die begleitende “Mr. Big”-Skulptur von Ilse Haider im Haupthof des Museumsquartiers dagegen blieb lange unbeschädigt und wurde erst am vergangenen Wochenende Ziel eines Vandalenaktes.

Mit den “Nackten Männern” sei ein Erfolg auf verschiedenen Ebenen gelungen, schildert Natter: “Wir haben mit dem Kronzeugen Schiele eine Ausstellung gemacht, die eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlägt und aktuelle Befindlichkeiten thematisiert. Und wir haben ein neues, angenehmes, sehr junges Publikum gewonnen. Unser Ziel muss nun sein, dieses zu halten. Die Latte liegt sehr hoch.” Schon mit der “Wolken”-Ausstellung soll ab 22. März daran angeschlossen werden. (APA)

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