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Alle für Türkei-Beitrittsverhandlungen

Die EU-Mitgliedsstaaten stehen laut Präsident Barroso geschlossen hinter den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Barroso widersprach damit Äußerungen von CDU-Chefin Merkel wie auch Politikern in Frankreich.

„Bisher hat mir kein Land signalisiert, dass es den Beginn der Verhandlungen verschieben will“, zitierte die polnische Zeitung „Gazeta Wyborcza“ den Präsidenten gut einen Monat vor dem geplanten Gesprächsstart am 3. Oktober. „Die Europäische Kommission hat ein Verhandlungs-Projekt mit der Türkei vorbereitet. Es hängt von den Mitgliedstaaten ab, dieses Projekt zu unterstützen oder nicht.“ Barroso sollte sich am Dienstag in Warschau und Budapest mit osteuropäischen Staatschefs treffen.

Die Türkei sieht sich allerdings starkem Gegenwind aus einigen Ländern der Europäischen Union (EU) ausgesetzt. Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy erneuerte am Dienstag den Druck auf den euro-asiatischen Staat, Zypern anzuerkennen. „Es ist schwer vorstellbar, dass ein Land, das in die EU will, einen der Mitgliedstaaten nicht anerkennt“, sagte der Minister. Ähnlich hatte sich Staatschef Jacques Chirac am Vortag geäußert. Auch in der CDU gibt es starke Vorbehalte gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei. Merkel hatte Ende vergangener Woche in einem Brief an die konservativen EU-Regierungschefs um Unterstützung für ihren Widerstand geworben. „Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Aufnahme der Türkei die EU politisch, wirtschaftlich und sozial überfordern und den europäischen Integrationsprozess gefährden würde“, schrieb Merkel. (Schluss) an

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