Akademikerball in Wien: Kritik an Platzverbot

Akademikerball: Weiter Kritik an Platzverbot
Akademikerball: Weiter Kritik an Platzverbot ©APA/HERBERT NEUBAUER
Das Platzverbot vor der Wiener Hofburg am Tag des Akademikerballes sorgt für Kritik. Protestteilnehmer sprechen von einer "eingeschränkten Versammlungsfreiheit".
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Protest vor Ball

Das geplante Platzverbot der Polizei am Tag des von der FPÖ Wien organisierten “Akademikerballs” sorgt weiter für Kritik der Protestteilnehmer. Dadurch werde die “verfassungsrechtlich verankerte Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt”, kritisierte Antonia Fa von den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) in einer Aussendung am Montag.

Akademikerball: Kritik am Platzverbot

“Das Treffen europäischer Rechtsextremist_innen wird durch eine erweiterte Sperrzone geschützt, der antifaschistische Protest dagegen eingeschränkt. Damit knicken Polizei und Politik einmal mehr vor den Verleumdungen und der Panikmache der FPÖ ein”, meinte Elisabeth Litwak, die Sprecherin des Bündnisses “NoWKR”, das eine Demonstration am Freitag ab 17.00 Uhr in Wien-Mitte angekündigt hat. “Ob Platzverbot oder nicht wir werden den Protest auf jeden Fall auf der Straße austragen”, so Litwak.

Empörung über “Kampagne”

Die ehemaligen Vizekanzler Herbert Haupt und Norbert Steger, der frühere Justizminister Harald Ofner und der ehemalige Staatssekretär Reinhart Waneck (alle FPÖ) haben in einem offenen Brief an Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) eine “Kampagne”, deren Ziel es sei, die Besucher des Akademikerballs “zu diffamieren”, kritisiert.

Sie betonten, dass sich sowohl die Veranstalter als auch die Besucher des Balls “klar und eindeutig zur Demokratie bekennen und jedweden Extremismus und Totalitarismus, egal ob von linker oder von rechter Seite, entschieden ablehnen” würden. Es sei daher “völlig unverständlich, dass aus dem linksextremen Eck gegen diesen Traditionsball mobilisiert wird und es sogar kaum verklausulierte Gewaltaufrufe gibt”.

Scharfe Worte der FPÖ

Man scheue “nicht einmal davor zurück, ehemalige Insassen von Konzentrationslagern, welche die unmenschlichen Verbrechen der NS-Zeit überlebt haben, falsch zu informieren und für die Tagespolitik zu missbrauchen”, heißt es in der Aussendung der FPÖ Wien. Vertreter einiger Medien und Mitglieder parlamentarischer Parteien “wie den Grünen oder der SPÖ” würden sich “zu Erfüllungsgehilfen dieser jeder demokratischen Gepflogenheit hohnsprechenden Vorgangsweise degradieren lassen”.

Die Hintergründe zum Akademikerball lesen Sie hier.

(APA/Red.)

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