Akademikerball-Demonstrationen: Wiener Polizei befürchtet Eskalation

Die Wiener Polizei rüstet sich für die geplanten Demonstrationen gegen den Akademikerball.
Die Wiener Polizei rüstet sich für die geplanten Demonstrationen gegen den Akademikerball. ©APA
Am Freitag findet der Akademikerball in der Wiener Hofburg statt. Die Polizei befürchtet, wie bereits die Wiener FPÖ, dass es bei drei angemeldeten Groß-Demonstrationen jedoch zur Eskalation kommt.
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Insgesamt 2.000 Polizisten sollen am Freitag den reibungslosen Ablauf des Akademikerballes und die Gewaltfreiheit der Proteste dagegen garantieren. “Wir wissen von Personen innerhalb der Demonstrationszüge, die nicht bereit sind, ausschließlich friedlich gegen den Akademikerball zu protestieren”, sagte Erich Zwettler, Leiter des Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

Für Freitag sind drei Hauptdemonstrationszüge angemeldet, die Veranstalter rechnen laut Polizei mit jeweils 1.000 bis 1.500 Teilnehmern. Außerdem werden auch mehrere kleinere Kundgebungen stattfinden. Die Vorkehrungen der Polizei sind entsprechend umfangreich. Um die Hofburg wird ein großräumiges Platzverbot erlassen. In allen Bezirken innerhalb des Gürtels wird außerdem ein Vermummungsverbot verhängt.

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Bereits im Vorfeld habe es Aktionen gegeben: Zwettler sprach unter anderem von einem angezündeten Funkraum im Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel und von vier schweren Sachbeschädigungen bei Burschenschafterbuden in der Josefstadt. “Man kann davon ausgehen, es wird nicht gänzlich friedlich ablaufen”, so der LVT-Chef.

Zwettler berichtete von gesicherten Informationen, dass die Aktivisten Unterstützung aus Deutschland bekommen werden. Zumindest sieben Busse aus mehreren deutschen Städten – der LVT-Chef nannte Hamburg, Köln, Magdeburg und Göttingen- sollen den Polizeierkenntnissen zufolge unterwegs sein.

Drei Großdemos gegen Akademikerball geplant

Aufgrund der Proteste und des Akademikerballs wird es am Freitag umfangreiche Verkehrsbedingungen in der Wiener Innenstadt geben. Es wird daher empfohlen, die Innenstadt ab 16.00 Uhr zu meiden. Die Linien 1a, 2a und 3a werden eingestellt. Die Ringstraßenbahnlinien werden kurzgeführt.

(APA/Red)

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