Akademie der bildenden Künste wird die "alten" WU nutzen

Wer will die "alte" WU?
Wer will die "alte" WU? ©APA
Die Wirtschaftsuniversität (WU) ist mittlerweile von ihrem Standort in Wien-Alsergrund auf den neuen Campus in der Leopoldstadt übersiedelt. Das am 1.Oktober beginnende Studienjahr 2013/14 wird bereits komplett am neuen Standort zwischen Messe und Prater abgewickelt - was mit der "alten" WU passiert, ist aber zu einem guten Teil noch unklar.

Praktisch fix ist nur, dass die Akademie der bildenden Künste ab Mitte 2014 während ihrer Generalsanierung vorübergehend einzieht. “Bei der Akademie sind wir bereits relativ weit in der Planung”, so der Sprecher der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Ernst Eichinger, zur APA. Noch unsicher ist dagegen der seit längerem im Gespräch befindliche Umzug der Universität für angewandte Kunst während der geplanten Sanierung ihres eigenen Hauses. Für die Umsetzung dieses Projekts gebe es aber derzeit keinen fixen Starttermin, weil die Finanzierung noch nicht gesichert sei, so Eichinger. Daher sei unklar, ab wann die Angewandte die alte WU benötige.

Wer will die “alte” WU?

Ebenfalls noch nicht fixiert ist der mögliche Einzug des Parlaments während der Sanierung des Gebäudes am Ring. Parlament und BIG hätten zwar eine Absichtserklärung unterschrieben, noch gebe es aber keine Daten, Zahlen oder Fakten, so Eichinger.

Parallel dazu überlegt die BIG die langfristige Nutzung des Gebäudekomplexes. Das Universitätszentrum Althanstraße (UZA) beherbergte bis dato nicht nur die WU, sondern auch zahlreiche Einrichtungen der Uni Wien wie etwa das Biologie-, das Geo- und das Pharmaziezentrum sowie die Mathematik-Fakultät. Letztere übersiedelt zwar ebenfalls mit Beginn des Studienjahrs 2013/14 in ein neues Gebäude in der Rossau, die anderen Institute bleiben aber vorerst am alten Standort. Pläne für einen Biologie-Neubau in St. Marx werden zwar bereits seit längerem gewälzt, sind aber noch nicht fixiert.

 UZA steht großteils leer

Selbst wenn alle Standorte abgesiedelt sind, müssen aber für eine langfristige Nachnutzung rechtliche Fragen geklärt werden. Das UZA wurde größtenteils als Überdeckelung der Franz-Josefs-Bahn gebaut. So gehört etwa der Grund nach wie vor den ÖBB, die WU ist lediglich ein Superädifikat (Bauwerk auf fremdem Grund). “Wir müssen einmal rechtlich klären, was jetzt passiert und wer was darf, um ein langfristiges Nutzungsprojekt aufzusetzen”, meinte Eichinger.

Klar ist kurzfristig eines: Jene Teile des Gebäudekomplexes, die leer stehen, werden zugesperrt und regelmäßig von einem Sicherheitsdienst kontrolliert.

(APA)

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