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Airbnb-Unterkünfte in Wien: Gastgeber berichtet von seinen Erfahrungen

Christoph Mann hat über Airbnb bereits Gäste aus 23 Ländern beherbergt.
Christoph Mann hat über Airbnb bereits Gäste aus 23 Ländern beherbergt. ©VIENNA.at
Über das Portal Airbnb vermietet Christoph Mann ein Zimmer seiner Wohnung an Touristen aus aller Welt. Bislang hat er damit nur gute Erfahrungen gemacht, wie er im Gespräch mit VIENNA.at berichtet. Die Betreuung der Gäste sieht er als große Verantwortung: "Man ist als Gastgeber auch ein Aushängeschild für Wien", meint er.
Ferienwohnungen in Wien
Eindrücke aus einer Airbnb-Wohnung

Christoph Mann vermietet ein Zimmer seiner Wohnung in Wien-Leopoldstadt seit rund einem Jahr über Airbnb. Als er in den Jahren 2012 und 2013 auf Reisen war, hat er seine Unterkünfte über die Reiseplattform gebucht und schnell die Vorteile für sich erkannt: Es ist billiger, man hat mehr Platz zur Verfügung als in einem Hostel und man wohnt bei lokalen Gastgebern, die sich bestens in der jeweiligen Gegend auskennen. Er hat damals gute Erfahrungen mit seinen Hosts gemacht und als seine WG sich auflöste, beschloss er, sich als Airbnb-Host zu versuchen. Mit Erfolg, wie sich an den durchgängig positiven Bewertungen, die er von seinen Gästen erhalten hat, zeigt.

“Die Unterkunft ist super zu erreichen und hält, was sie in der Anzeige verspricht. Christoph ist ein angenehmer, weltoffener Host, ich habe mich wirklich gut aufgenommen gefühlt und neben zahlreichen Tipps für einen Wien-Aufenthalt auch interessante Gespräche am Frühstückstisch geführt. Ich würde jeder Zeit wieder dort einchecken”, heißt es unter anderem in den Bewertungen.

Gäste aus 23 Ländern in Wiener Wohnung

Gäste aus Deutschland, den USA, Russland, Großbritannien, Australien, Frankreich, Bulgarien, der Ukraine, Tschechien, Indien, Italien, Brasilien, Argentinien, Costa Rica, der Schweiz, Singapur, Südkorea, Spanien, China, Tunesien, Slowenien, Schweden und den Niederlanden haben bereits in der Wohnung im zweiten Bezirk übernachtet, die im Inserat auf der Airbnb-Homepage als “sonniger Altbau mit Option 2.0” beschrieben wird. “Option 2.0” ist eine von ihm gegründete NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das Internet für den guten Zweck zu nutzen. Die Kombination aus Urlaub und Kennenlernen der Arbeit der Organisation mache sein Angebot auf Airbnb einmalig, betont der Host.

Die Erlebnisse mit seinen Besuchern seien durchwegs positiv, meint Christoph und berichtet von einer Gruppe aus Singapur, mit der er eine ganze Nacht hindurch Poker gespielt hat, und einem älteren Ehepaar aus Tunesien, das für ihn gekocht hat und mit dem er noch immer regelmäßig schreibt. Gerne erinnert er sich auch an den Aufenthalt einer Opernsängerin aus Spanien, die in seiner Wohnung vor ihrem Auftritt geprobt hat. Seine Gäste sind sehr unterschiedlich. Er hat bereits Familien mit mehreren Kindern, Party-Gruppen, Konferenzbesucher und Rad-Touristen beherbergt. Eines sei ihnen jedoch gemein: “Die Leute, die Airbnb nutzen, sind weltoffen und tolerant”. Trotzdem nimmt er nicht jeden Gast auf, der bei ihm anfragt – mittlerweile kann er sich die Gäste aussuchen. Vertrauen sei dabei wichtig und wenn jemand kein Profilbild von sich hochgeladen hat oder andere Verifizierungen, wie Email-Adresse oder Telefonnummer von sich in das eigene Profil eingetragen hat, wird er es laut Christoph generell schwer haben, einen Gastgeber zu finden, der ihn aufnimmt.

Als problematisch hat Christoph nur den Besuch eines Gasts aus Russland in Erinnerung, der weder deutsch noch englisch oder spanisch sprechen konnte. Letztendlich haben sie aber einen Weg gefunden, sich zu verständigen und haben eine Übersetzungsseite am Computer verwendet. Trotz der guten Erfahrungen, wird Christoph seine Wohnung wie er sagt noch höchstens für ein Jahr über Airbnb anbieten. “Man hat immer Leute da”, meint er, die Privatsphäre sei eingeschränkt und die Betreuung der Gäste sei zum Teil anstrengend.

Als Host stellt Christoph Mann seinen Gästen Stadtpläne zur Verfügung.
Als Host stellt Christoph Mann seinen Gästen Stadtpläne zur Verfügung. ©VIENNA.at

Übernachten bei ortskundigen Gastgebern

Da er selber als Gast mit Airbnb unterwegs war, wusste Christoph von Anfang an, worauf es ankommt: Neben Stadtplänen und Broschüren sind es vor allem die Geheimtipps der Gastgeber, auf die viele Reisende hoffen. Zu seinen Empfehlungen gehören eine Bar namens “Donau” und die 1er-Bim. Außerdem verrät er bereitwillig, wo es seiner Meinung nach “das beste Schnitzel der Welt” gibt. Er empfiehlt seinen Gästen zudem einen Besuch im 7. Bezirk, den er für den schönsten Bezirk in Wien hält und der vor allem Touristen viele Möglichkeiten biete. Natürlich profitieren nicht nur die Gäste, sondern auch die Gastgeber von Airbnb: Christoph kann mit den Einnahmen fast komplett seine Mietkosten decken (35 Euro kostet eine Übernachtung in seiner Wohnung), außerdem haben sich seine Fremdsprachenkenntnisse seitdem er Airbnb-Host ist deutlich verbessert.

In Wien haben sich die Airbnb-Gastgeber vernetzt und treffen sich regelmäßig bei einem Stammtisch, um Erfahrungen auszutauschen und sich zu unterstützen. Gegenseitig helfen sie sich und übergeben zum Beispiel die Wohnungsschlüssel an Gäste, wenn jemand verhindert ist oder springen gar als Gastgeber ein, wenn jemand krank geworden ist.

Christoph Mann vermietet regelmäßig ein Zimmer in seiner Wohnung.
Christoph Mann vermietet regelmäßig ein Zimmer in seiner Wohnung. ©VIENNA.at

Über Airbnb

Unter dem Namen Airbedandbreakfast wurde Airbnb im Jahre 2008 gegründet, ein Jahr später hat die Plattform, über die man Unterkünfte in derzeit 34.ooo Städten in 190 Ländern mieten und vermieten kann, ihren Namen verkürzt. Die Anzahl der Mitglieder ist stetig steigend, ebenso die Anzahl der angebotenen Unterkünfte. “Airbnb ist nicht wie ein Hotel und auch keine Ferienwohnung”, betont Host Christoph Mann, der von seiner Wohnung als “Airbnb-Hostel und Co-Working Space” spricht und seinen Gästen jeden Morgen ein Frühstück macht.

Nicht nur die Hotelbranche beäugt das Konzept kritisch, auch seitens der Finanzbehörden regt sich Widerstand: Nicht in allen Ländern ist klar definiert, wie die Hosts ihre Einnahmen deklarieren müssen. In New York City ist dieses Problem mittlerweile ein Fall fürs Gericht.
(SVA)

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