Achtköpfige Bande verursachte bei 42 Straftaten 60.000 Euro Schaden

Eine achtköpfige Bande wurde von der Polizei im Lungau ausgeforscht.

42 Straftaten von rund 60.000 Euro soll die Bande Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten verursacht haben.Die Palette der Delikte reicht von Raubüberfällen über Einbruchsdiebstählen und Betrug bis zur Veruntreuung und Urkundenfälschung.


Die Tatverdächtigen sind zwischen 24 und 50 Jahre alt. Sechs Bandenmitglieder – sie stammen aus Bosnien, Serbien, Kroatien und der Türkei – sitzen bereits in Haft. Ein Bulgare (31) und eine in Südkorea geborene Niederländerin (34) befinden sich auf freiem Fuß. Zwei der inhaftierten Kriminellen wurden bereits Anfang Oktober am Salzburger Landesgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen bei einem Raubüberfall auf ein Wettbüro in Tamsweg (Lungau) am 30. Juni und bei einem weiteren auf eine Jet-Tankstelle in St. Johann im Pongau am 5. Juli beteiligt gewesen sein.

Umfangreiche Ermittlungen hätten zur Klärung von weiteren, zum Teil beim Versuch gebliebenen Raubüberfällen und zur Klärung von Anstiftungen zu Raubüberfällen, Einbruchsdiebstählen und diversen anderen Delikten geführt. Mehrere DNA-Treffer führten auch auf die Spur von einigen Tatverdächtigen, schilderte ein Kriminalbeamter.

So sollen ein 25-jähriger Bosnier und ein 24-jähriger Kroate am 6. Juli einen weiteren Raubüberfall auf ein Wettbüro in Tamsweg begangen haben. Die Polizei forschte auch drei Serben im Alter von 29, 35 und 50 Jahren aus. Sie haben offenbar mehrere Einbruchsdiebstähle im Pongau und Lungau verübt. Angestiftet wurden sie laut Polizei von einem 35-jährigen Türken.

Der Türke wiederum soll sich zusammen mit einer Niederländerin als Anstifter bei einem versuchten Raubüberfall auf einen Hotelier in St. Johann im Pongau beteiligt haben. Der Türke steht auch als Anstifter zu einem versuchten Raubüberfall in einem Hotel in Oberösterreich in Verdacht. Er habe zudem gemeinsam mit zwei Serben mehrere Einbruchsdiebstähle begangen, hieß es.

Der 50-jährige Serbe wurde bereits im Juni wegen illegalen Aufenthalts in Österreich in Schubhaft genommen und abgeschoben. Er reiste unter falschem Namen wieder ein und wurde schließlich in Wien ebenso festgenommen wie ein 35-jährige Landsmann, gegen den ein internationaler Haftbefehl bestand. “Die beiden waren im Ausland als Profieinbrecher bekannt und in der Schweiz und in Deutschland zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt”, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Ein weiterer 29-jährige Serbe sei als Verbindungsmann aufgetreten. Ihm ordnete die Polizei einen Tankstellenraub 2004 in Wien zu. Auch er sitzt bereits in Haft.

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