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Abhörskandal: Scotland-Yard-Chef tritt zurück

Die Abhör- und Bestechungsaffäre um den Medienmogul Rupert Murdoch zieht immer weitere Kreise: Die Polizei nahm mit Rebekah Brooks (43) erstmals eine Top-Managerin des Murdoch-Imperiums in Haft. Wenige Stunden später reagierte der Londoner Polizeichef Paul Stephenson auf Vorwürfe der Verstrickung seiner Behörde in die Affäre und gab seinen Rücktritt bekannt.
Murdoch- Vertraute wieder auf freiem Fuß
Murdoch sagt "Sorry"
"World of the News" eingestellt

Brooks war erst am Freitag als Vorstandsvorsitzende von Murdochs britischer Verlagsholding News International zurückgetreten. Sie gilt als eine der engsten Vertrauten des Medienzaren. Die Londoner Polizei bestätigte am Sonntag ihre Festnahme. Laut Polizei steht die frühere Chefredakteurin der “News of the World” unter Verdacht, für die Bestechung von Polizisten und das Abhören von Mailboxen mitverantwortlich zu sein.

Scotland-Yard-Chef verabschiedet sich

Der Chef der Metropolitan Police, wie ScotlandYard offiziell heißt, begründete seinen Rücktritt am Sonntagabend in einer live vom Fernsehen übertragenen Stellungnahme mit den “Spekulationen und Anschuldigungen” über Verbindungen von seiner Behörde zu News International. Er habe sich nichts vorzuwerfen, betonte Stephenson. Ihm sei das Ausmaß der Bespitzelungsaffäre nicht klargewesen. Er wolle jedoch nicht, dass Kritik an seinem Verhalten die Sicherheitsvorkehrungen für die Olympischen Spiele 2012 in London beeinträchtige.

Abhörskandal-Aufdeckung vertuscht

Zuvor hatte ScotlandYard einräumen müssen, dass ein ranghoher Polizist zwischen 2006 und 2010 unzählige Male Vertreter des Medienimperiums bei gesellschaftlichen Anlässen traf. Der Polizeibehörde wird zudem vorgeworfen, trotz erster Vorwürfe gegen “News of the World” im Jahr 2005 den Abhörskandal nicht aufgedeckt zu haben. Stephenson selbst wird mit dem vor wenigen Tagen festgenommenen ehemaligen “News-of-the-World”-Vizechefredakteur Neil Wallis in Verbindung gebracht.

Der Polizeichef soll sich Berichten zufolge fünf Wochen in einem Luxus-Wellness-Hotel im Wert von 12.000 Pfund (13.700 Euro) teilweise bezahlen haben lassen, als dessen PR-Berater Wallis arbeitet. ScotlandYard hatte zudem zugegeben, dass Wallis nach seinem Wechsel in die PR-Branche eine Zeitlang als Berater für die Polizei gearbeitet hatte.

Bereits in den vergangenen Tagen war ans Licht gekommen, dass Polizeibeamte Geld genommen und dafür Informationen an Journalisten weitergegeben haben. Die “News of the World” war im Zuge immer neuer Enthüllungen um das Abhören von Handy-Mailboxen tausender Menschen, darunter Verbrechensopfer und Prominente, vor einer Woche eingestellt worden.

“News of the World” entschuldigt sich

Murdoch bat in den Wochenendausgaben aller landesweit erscheinenden Zeitungen in Großbritannien öffentlich um Entschuldigung. We are Sorry lautet die Überschrift der ganzseitigen Inserate. Der Text trägt die Unterschrift des 80 Jahre alten Medienzaren. “Das Geschäft der ‘News of the World’ war es, andere zur Verantwortung zu ziehen. Sie versagte, als es um sie selbst ging”, heißt es in dem Text. Und Murdoch fügt hinzu: “Es ist mir klar, dass es nicht genug ist, sich einfach zu entschuldigen.” Viele Kommentatoren werteten den Schritt als “richtig, aber zu spät.” In den USA, wo Murdoch ebenfalls Zeitungen besitzt, ermittelt inzwischen die Bundespolizei FBI zur Abhöraffäre.

Oppositionschef Ed Miliband forderte in einem Interview mit dem “Observer” am Sonntag, die Gesetze zur Medienkonzentration müssten verschärft werden. Murdochs Marktmacht sei “gefährlich”, sagte der Labour-Politiker. “Er hat zu viel Macht über das öffentliche Leben in Großbritannien.” News International kontrollierte bisher 37 Prozent des britischen Zeitungsmarktes. Murdoch gehören zusätzlich 39 Prozent am Fernseh- und Telekommunikationskonzern BSkyB.

Brooks war erst am Freitag als Vorstandsvorsitzende von Murdochs britischer Verlagsholding News International zurückgetreten. Sie gilt als eine der engsten Vertrauten des Medienzaren. Die Londoner Polizei bestätigte am Sonntag ihre Festnahme. Laut Polizei steht die frühere Chefredakteurin der “News of the World” unter Verdacht, für die Bestechung von Polizisten und das Abhören von Mailboxen mitverantwortlich zu sein. APA

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