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Abgenutzt: Wiener Ringpassagen sind "unten durch"

Die Albertinapassage am Wiener Ring
Die Albertinapassage am Wiener Ring ©APA/Techt
Fünf Unterführungen wurden gebaut, um ein gefahrloses Queren des Wiener Rings zu ermöglichen. Im Lauf der Zeit wurden sie teils zu abgenutzten "Angsträumen", teils umfunktioniert. Für die Albertinapassage wird jetzt ein neues Konzept gesucht.
Gut für einen Life Ball Shop?

Als die Wiener Ringstraße in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Schleifung der Stadtmauer an deren Stelle trat, stellte der Verkehr auf dem Prachtboulevard noch kein unüberwindliches Hindernis für Fußgänger dar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs der Individualverkehr jedoch exorbitant – worauf man gemäß der damaligen Verkehrsideologie die Passanten in den Untergrund verbannte: Um die Autos nicht zu behindern, wurden sukzessive fünf Unterführungen unter der Ringstraße errichtet.

Als erstes wurde 1955 die Opernpassage von Bürgermeister Franz Jonas für den Fußverkehr freigegeben. 1961 folgten die Babenberger-, die Bellaria- und die Schottenpassage (im Volksmund “Jonasreindl” genannt). Als Nachzügler wurde am 30. Juli 1964 schließlich die Albertinapassage unter der – ohne Franz-Josef-Kai gerechnet – vier Kilometer langen und 57 Meter breiten Ringstraße eröffnet.

In einem Teil der Durchgänge wurden im Zuge des U-Bahn-Baus später die Zugänge zum neuen Verkehrsbauwerk integriert und die Opernpassage 1978 bis zum Karlsplatz verlängert. Bereits zu dieser Zeit war jedoch klar, dass die Vertreibung der Fußgänger von der Oberfläche in als Angsträume empfundene Unterführungen keine ideale Lösung für die Verkehrsprobleme darstellte.

Die Erkenntnis reifte, die Nutzung der Bauwerke sank und so wurde 2003 die Babenbergerpassage aufgelassen und zu einem Club umfunktioniert. Nun soll auch die Albertinapassage einer neuen Funktion zugeführt werden. Seit auf der Oberfläche Zebrastreifen die einstige Aufgabe der Unterführung erfüllen, wurde bereits eines der vier Einstiegsbauwerke abgebaut, ein weiteres beherbergt einen Souvenirshop.

Bis zum 30. September haben Interessenten noch die Gelegenheit, an die zuständige Magistratsabteilung 4 ein detailliertes neues Konzept für die rund 1.500 Quadratmeter große Anlage zu schicken. Künftige Pächter sollen dort eine “qualitätvolle, touristisch und ästhetisch attraktive Nutzung” umsetzen.

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