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Schule in der Coronavirus-Krise: Lernen per Mail, App und Erklärvideo

Von diesem Bild eines Lehrers, der in der Schule steht, muss man sich dieser Tage verabschieden
Von diesem Bild eines Lehrers, der in der Schule steht, muss man sich dieser Tage verabschieden ©APA (Sujet)
Die Schule wird in Zeiten der Corona-Krise weitgehend zur digitalen Schule. Bei der Kommunikation mit ihren Schülern setzen Lehrer während der Schulschließungen auf die unterschiedlichsten Kanäle.
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Bei der Umsetzung der "digitalen Schule" gehen so manche Pädagogen deutlich über das Verteilen von Aufgaben per Mail oder Lernplattform hinaus: Per Telefon, Whatsapp und Instagram beantworten sie Fragen, halten online Live-Unterrichtseinheiten ab oder erstellen Erklärvideos und tägliche Challenges.

Wie Lehrer in der Corona-Krise Kontakt zu Schülern halten

Auf dem Lehrer-Blog "Schulgschichtn" schildern vier Lehrer von Wiener Neuen Mittelschulen (NMS), wie sie trotz der räumlichen Trennung Kontakt zu ihren Schülern halten. Während sich in einem Fall die Schüler nur ein Mal pro Woche melden müssen, wie weit sie mit ihrer Arbeitsmappe gekommen sind, setzen andere auf permanenten Austausch. "Die Onlinebetreuung der Kinder läuft über den ganzen Tag, es kommen ständig Fragen, das freut mich sehr", heißt es in einem Erfahrungsbericht.

Korrektur und Feedback auf eingeschickte Aufgaben

Andere Schüler bekommen direkt zu den von ihnen eingeschickten bzw. auf Lernplattformen hochgeladenen gelösten Aufgaben Korrektur und Feedback. "Das gibt uns das Gefühl, nah an den Kids dran zu sein und ihnen Input zu geben, mit dem sie arbeiten können." Live-Unterrichtseinheiten sollen zusätzlich direkten Kontakt, nochmaliges Erklären und Fragenstellen ermöglichen. Dazu kommen Lernvideos zu einzelnen Themenbereichen, die die Schüler immer wieder anschauen können.

Fernlehrmethoden der Lehrer kommen gut an

Insgesamt dürften die Fernlehrmethoden der Lehrer bisher ganz gut ankommen, bei einer Umfrage im Auftrag des Bildungsministeriums haben sich drei Viertel der Eltern von Schülern an NMS, AHS und BMHS (sehr) zufrieden mit Information und Unterstützung durch die Lehrer gezeigt. Für neun von zehn Lehrern funktioniert die Zusammenarbeit (sehr) gut, so das Ergebnis der ersten drei Tage der Schulschließungen.

Wenn Möglichkeiten für digitales Lernen fehlen

Allerdings haben nicht alle Kinder daheim die technischen Möglichkeiten für Fernlehre. In der Umfrage haben zehn Prozent der Eltern angegeben, dass ihnen die technische Ausstattung für digitales Lernen fehlt. Je nach Schulart können es noch deutlich mehr sein. So berichtet eine Lehrerin einer Sonderschule in Wien von den nur eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten zu ihren Schülerinnen und Schülern - von den 13 Kindern der Klasse haben nur fünf eine E-Mail-Adresse und sind auch telefonisch nur schwer erreichbar.

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(apa/red)

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