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20 Jahre Stadt Hohenems

Vor 20 Jahren wurde Hohenems als fünfte Vorarlberger Kommune zur Stadt erhoben. Zum Jubiläum Festmesse, Festakt, Bildband und Sondermarke.

Das ist für die Kleinstadt mit gut 14.000 Einwohnern Anlass am Mittwoch das Jubiläum groß zu feiern. Nach dem Festgottesdienst (18.30 Uhr) mit Puccinis Messa di Gloria in der Pfarrkirche St. Karl Borromäus findet um 20 Uhr im benachbarten Rittersaal des Palastes ein Festakt für geladene Gäste statt. Bei der Gelegenheit wird der neuer Bildband „Hohenems“ des Fotografen Peter Mathis präsentiert, das städtische Kammerorchester „Arpeggione“ sorgt für den musikalischen Rahmen.

Nach guter österreichischer Jubiläums-Tradition wird im Herbst auch eine Sondermarke aufgelegt, die der österreichische Philatelistenverein St. Gabriel, Sektion Vorarlberg, anlässlich des 20 Jahre Stadterhebung initiiert hat. Es handelt sich um die Weihnachtsmarke 2003, als Motivvorlage dient ein Fenster der Stadtpfarrkirche St. Karl, welches die Geburt Christi zeigt. Die Präsentation der Marke findet am 28. November im regionalen Zentrum „at & co“ statt, wo auch ein Sonderpostamt eingerichtet wird.

Hohenems hat eine wechselvolle Geschichte und einen enormen Wandel hinter sich. Bereits im Jahr 1333 hatte Ems (Ulrich von Emptz) von Ludwig dem Bayern das Stadtrecht erhalten, das jedoch über die Jahrhunderte nie genutzt wurde. Das Fehlen einer Stadtmauer oder entsprechender Befestigungsanlagen wird von Historikern als Grund vermutet. Im Verlauf seiner langjährigen Geschichte trat Ems wiederholt in das politische und kulturelle Blickfeld der Öffentlichkeit. Die historische Stadt ist u.a. als Fundort des Nibelungenliedes bekannt, hier wurde von Hermann Prey und Gerd Nachbauer die „Schubertiade“ ins Leben gerufen. 1991 wurde das jüdische Museum eröffnet, das internationale Figurentheaterfestival „Homunculus“, das Transmitter-Festival oder die Chor- und Orgeltage (1991) bestimmen das überregionale kulturelle Geschehen.

„In Berücksichtigung der geschichtlichen Bedeutung, der hohen Bevölkerungszahl und der durch den Fleiß und die Leistungsbereitschaft aller Bürger geschaffenen Werke“ fasste die Gemeindevertretung 1980 einhellig den Beschluss, bei der Landesregierung das Recht zur Führung der Bezeichnung „Stadt“ zu beantragen. Am 28. Mai 1983 war es schließlich so weit: Im Beisein von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger überreichte Landeshauptmann Herbert Keßler dem damaligen Bürgermeister Otto Amann die Stadterhebungsurkunde.

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