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1,85 Mrd. Euro-Paket für U-Bahn-Ausbau geschnürt

Das Wiener U-Bahn-Netz wächst: Stadt und Bund haben am Donnerstag die vierte Ausbaustufe präsentiert. Es handelt sich dabei um ein 1,85 Mrd. Euro teures Paket.

Die U2 wird zum Flugfeld Aspern und zur Gudrunstraße verlängert, die U1 nach Rothneusiedl. Laut Finanzminister Wilhelm Molterer (V) und Finanzstadträtin Renate Brauner (S) werden insgesamt 1,85 Mrd. Euro investiert.

Der Finanzierungsschlüssel bleibt gleich, Stadt und Bund teilen sich die Kosten wie bisher im Verhältnis 50:50. Auch der Zeitrahmen für den weiteren U-Bahn-Ausbau ist bereits fix. Er erfolgt in drei Etappen bis 2019. Die vierte Ausbaustufe wird 14 Kilometer Streckenlänge aufweisen und 15 neue Stationen umfassen. Insgesamt wird das Wiener U-Bahn-Netz dann 89 Kilometer lang sein und über 116 Stationen verfügen.

Zunächst wird die U2 in Richtung Norden, also von der Aspernstraße zum Flugfeld Aspern, errichtet. Die Arbeiten sollen 2009 beginnen. Eröffnet werden soll die Verbindung 2013. Die 4,5 Kilometer lange Strecke wird durchwegs oberirdisch geführt. Vorgesehen sind vier Stationen: „An den Alten Schanzen“, „Hausfeldstraße“ und zwei auf dem Flugfeld.

Die Verlängerung der Linie U1 von der Station Reumannplatz nach Rothneusiedl soll das dortige Stadterweiterungsgebiet inklusive des geplanten Stronach-Stadions erschließen. Die Strecke wird 4,7 Kilometer lang sein, insgesamt sechs Stationen sind dort vorgesehen. Baustart ist frühestens Ende 2010, die Inbetriebnahme ist für 2015 vorgesehen.

Die Arbeiten für die Süd-Verlängerung der U2 werden frühestens 2014 beginnen und 2019 enden. Auf der 4,6 Kilometer langen Strecke sind fünf Stationen projektiert: „Schwarzenbergplatz“, „Rennweg“ (Krankenhaus Rudolfstiftung), „St. Marx“, „Arsenal“ und „Gudrunstraße“. Erschlossen wird damit das Stadtentwicklungsgebiet südlich des geplanten Hauptbahnhofs. Der Bahnhof selbst wird nicht unmittelbar an die U2 angebunden, dies geschehe durch U1 und die Schnellbahn, wie Brauner heute betonte.

Im ausverhandelten Paket sind auch die Planungskosten für eine fünfte Ausbauphase enthalten. In dieser dürfte der Ausbau der U6 nach Stammersdorf und die Verlängerung der U4 Richtung Westen nach Auhof kommen. Auch eine U6-Verlängerung nach Süden, also über die Stadtgrenze hinweg nach Niederösterreich, erscheint nicht ausgeschlossen. Nähere Details dazu gibt es jedoch noch nicht.

Kritik an den Plänen kam von der Rathaus-Opposition. Den Ausbau des Netzes begrüßten ÖVP, Grüne und FPÖ zwar grundsätzlich, sie bemängelten aber geringes Tempo und die Prioritätensetzung. Für den Verkehrssprecher der Wiener ÖVP, Wolfgang Gerstl, ist unter anderem nicht nachvollziehbar, warum die U2-Süd am zukünftigen Hauptbahnhof vorbeigeführt wird. Für Christoph Chorherr von den Wiener Grünen kommt die U2-Süd mit der angepeilten Fertigstellung 2019 viel zu spät. FP-Gemeinderat Herbert Madejski konstatierte eine 20-jährige Verspätung der vierten Ausbaustufe. Das Wiener Umland werde seit Jahrzehnten stiefmütterlich behandelt, weitere Ausbauschritte müssten daher folgen.

ÖVP und Grünen haben auch wenig Freude mit der Verlängerung der U1 nach Rothneusiedl, genauso wie die Bürgerinitiative „Stopp Mega City Rothneusiedl“. Laut dieser stellt die U1-Süd eine „eklatante Fehlplanung“ dar. Die Therme Oberlaa werde dadurch nicht an U-Bahn-Netz angebunden, die Strecke ende stattdessen mitten im Grüngürtel der Bundeshauptstadt, wurde kritisiert.

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