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175 Jahre Sachertorte

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Eine der berühmtesten Süßwaren der Welt feiert heuer  ihr 175-jähriges Jubiläum: Die Sachertorte, die heute in Wien Simmering entsteht.

Damit ist sie deutlich älter als das ebenfalls nicht unbekannte Hotel Sacher, das „lediglich“ 130 Jahre auf dem Buckel hat. Mittlerweile werden jährlich mehr als 300.000 der „Original Sachertorten“ produziert und von Hand aprikotiert (mit Marmelade überzogen bzw. gefüllt, Anm.), glasiert und verpackt.

Die Sachertorte erblickte im Todesjahr Johann Wolfgang von Goethes, 1832, das Licht der Welt. Kreiert wurde ihre Urform vom sechzehnjährigen Kocheleven Franz Sacher am Hofe des Fürsten Metternich. Als ausgelernter Koch vermarktete Sacher dann sein Werk im großen Stil.

Die Verfeinerung zur heute bekannten Torte erfolgte aber erst unter seinem Sohn Eduard (der 1876 auch das Hotel und Restaurant gründen sollte), als dieser beim Hofzuckerbäcker Demel in die Lehre ging. Zur wirklichen Bekanntheit trug nicht zuletzt Katharina Pratos Kochbuch „Die Süddeutsche Küche“ bei, wo die Autorin „Chocolade-Torte a la Sacher“ pries.

Beinahe ebenso legendär wie das Zuckergebäck sind allerdings auch die gerichtlichen Auseinandersetzungen, die sich Sacher und Demel um dessen Namensrechte lieferte. Begonnen hatte der Ärger mit Erbstreitigkeiten nach dem Tod von Hotelchefin Anna Sacher 1930. Sohn Eduard lief damals zu Demel über und übertrug dem Hofzuckerbäcker das Alleinverkaufsrecht für eine „Eduard Sacher-Torte“.

Es folgte eine „Tortenschlacht“ in mehreren Teilen und Prozessen, die sich um die zweite Schicht Marmelade in der Tortenmitte drehte, wie sie von Sacher eingeführt wurde oder die Verwendung von Margarine anstelle von Butter. Kern des Disputs war das Recht, die „Original“ Sachertorte zu vertreiben. Dies hat mittlerweile nur mehr das Sacher inne.

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