16 Jahre Haftstrafe für Schießerei in Rom

Der Mann wurde im Schnellverfahren verurteilt
Der Mann wurde im Schnellverfahren verurteilt
Ein 49-jähriger Schütze, der im vergangenen April bei der Vereidigung der italienischen Regierung von Premier Letta auf zwei Carabinieri, die sich vor dem Regierungssitz befanden, geschossen hatte, ist am Dienstag von einem Richter in Rom zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte 18 Jahre Haft gefordert.


Ein psychiatrisches Gutachten hatte festgestellt, dass der arbeitslose Süditaliener bei der Tat zurechnungsfähig war. Der Mann, Luigi Preite, wurde im Zuge eines Schnellverfahrens verurteilt.

Einer der beiden Carabinieri, auf die der Täter gefeuert hatte, wurde am Hals getroffen. Er erlitt eine Rückenmarksverletzung und ist seitdem gelähmt. Ein weiterer Carabiniere wurde am Bein verletzt. Auch eine schwangere Fußgängerin wurde von einer Kugel leicht verletzt. Der Schütze wurde sofort nach der Tat festgenommen. Die Schießerei hatte die Vereidigungszeremonie der neuen Regierung überschattet.

“Ich wollte auf die Politiker schießen, uns geht es schlecht und sie helfen uns nicht”, hatte der Mann unmittelbar nach der Tat erklärt. Nachdem er jedoch nicht an die Politiker herankam, schoss er auf zwei Carabinieri und verletzte diese sowie die Passantin.

Vor der Urteilsverkündung entschuldigte sich der Täter bei den Verletzten, ihren Angehörigen und seiner eigenen Familie. “Wenn ich könnte, würde ich mit dem gelähmten Carabiniere tauschen, ich würde gern sein Leid übernehmen”, betonte Preite.

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