150 Teilnehmer zur Bart-EM im Pinzgau erwartet

Stundenlang wird geföhnt, gezupft, gesprayt und gezwirbelt. G'standene Mannsbilder, die mehr Zeit vor dem Spiegel verbringen als Teenager vor ihrem ersten Date: Rund 150 von ihnen werden am kommenden Samstag in Leogang im Salzburger Pinzgau erwartet, wenn die Bart-Europameistertitel 2010 vergeben werden.

Der Lokalmatador ist heißer Favorit im “Vollbart Freistil”: Hans Gassner mit seinem 40 Zentimeter langen Rauschebart.

Denn der Leoganger hat schon alles abgeräumt, was es zu holen gibt: 2003 wurde er Weltmeister in den USA, zwei weitere Male hat es bei der WM für Platz 2 gereicht, vor fünf Jahren sicherte er sich bei der “Bart-Olympiade” in Saalfelden-Leogang den Titel, “dazu kommen noch sechs oder sieben Europameister”, so Gassner im APA-Gespräch.

Drei große Kategorien gibt es, nämlich Schnauzbart, Kinn- und Backenbart sowie Vollbart. Diese unterteilen sich in insgesamt 17 Wertungen, vom Dali-Schnauzer bis zum Verdi-Vollbart. In einer jeden wird in Leogang ein Europameister gekürt, erklärt Daniela Neumayer von der Saalfelden Leogang Touristik GmbH. Wobei die Vorbereitungszeit meist länger dauert als der eigentliche Bewerb. Gassner etwa braucht zwei bis drei Stunden und eine ganze Dose Haarspray, bis er sich mit seinem Freistil-Vollbart vor die Jury wagt.

Die Profis überlassen längst nichts mehr dem Zufall: Selbstverständlich haben sie den eigenen Friseur-Föhn im Gepäck, denn den Geräten im Hotel kann nicht immer getraut werden. Ein guter Spiegel und das richtige Licht sind weitere entscheidende Faktoren, und etliche reisen sogar mit ihrem eigenen Stylisten an.

Rund 150 Teilnehmer aus voraussichtlich acht Ländern werden in den Pinzgau kommen, die genaue Zahl kann Neumayer vorläufig nicht nennen, weil noch Meldungen möglich sind. Es sei wie eine große Familie, die sich bei solchen Meisterschaften immer wieder treffe. Bewertet werden die Gesichtsbehaarungen von einer Jury aus sieben Friseurmeistern, geleitet wird diese vom TV-Moderator Herbert Gschwendtner.

Die internationale Bart-Elite muss auch im Alltag einiges in Kauf nehmen: Denn neben der intensiven Pflege darf Gassner beispielsweise eine Bohrmaschine nicht in die Hand nehmen, bevor er seine 40-Zentimeter-Pracht zusammengebunden hat.

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